Spiele-Ankündigungen auf der E3 Party für die Sinne

Kampfspiele, Militärshooter, Fortsetzungen? Auf der Messe E3 gibt es zum Auftakt etliche überraschende, neue Titel zu sehen. Unser Überblick zeigt die spannendsten Spiele-Ankündigungen: Eine junge Frau hört Stimmen, schlaue Helden hacken Ampeln - und ein Spaßinsekt erobert die Wii u.
"The Last of us" (Screenshot): Vater und Tochter kämpfen ums Überleben

"The Last of us" (Screenshot): Vater und Tochter kämpfen ums Überleben

Foto: Naughty Dog

Es ist merkwürdig, wenn auf einer Spielemesse die Spiele nicht mehr ganz so wichtig sind. Bei Microsofts Präsentation auf der E3 in Los Angeles zeigten Manager sehr lange, wie wunderbar man mit der Spielkonsole Xbox 360 andere Dinge tun kann als zu spielen: Fernsehen schauen, im Internet surfen, Sportübertragungen anschauen, Sport machen.

Bei Sony war das etwas anders: US-Chef Jack Tretton erwähnte beiläufig, dass man auf der Playstation 3 auch Mediatheken von US-Bezahlvideodiensten abrufen kann, sonst ging es bei der Sony-Show fast nur um Spiele. Und zwischen all den Militärshootern und Kampfspielen und Fortsetzungen erfolgreicher Serien waren am Tag der großen E3-Konferenzen bei Sony und den Spielekonzernen Ubisoft und Electronic Arts auch einige überraschende, neue Titel zu sehen:

"Beyond: Two Souls" - der Tod und das Mädchen

"Beyond: Two Souls" (Screenshot): "Wenn ihr mich nicht in Ruhe lasst, töte ich alle"

"Beyond: Two Souls" (Screenshot): "Wenn ihr mich nicht in Ruhe lasst, töte ich alle"

Foto: Sony

Eine junge Frau sitzt im Büro eines Sheriffs, sie schweigt, er stellt Fragen. "Hat jemand Sie bedroht? Wollte Ihnen jemand weh tun?" Einen Namen soll sie ihm nennen. Sie müsse doch Familie haben. Der Sheriff bemerkt etwas: "Ist das eine Narbe, da auf Ihrem Rücken? Ist die frisch?"

In diesem Moment schleudert etwas die Kaffeetasse vom Schreibtisch des Sheriffs an die Wand. Sie zerbricht, der Mann weicht erschrocken zurück, nuschelt etwas von der Liste vermisster Personen, die er mal überprüfen müsse, verlässt das Zimmer. Draußen kommen ihm schwer bewaffnete Polizisten einer Sondereinheit entgegen, ihr Chef fragt: "Wo ist sie?" Schnitt. Die Polizeiwache steht in Flammen, Autos explodieren, die Frau beugt sich über den verwundeten Anführer, droht: "Wenn ihr mich nicht in Ruhe lasst, töte ich beim nächsten Mal alle."

So wirbt Sony für den Playstation Exklusiv-Titel "Beyond: Two Souls", das neue Werk des französischen Entwicklers David Cage, der mit dem interaktiven Thriller "Heavy Rain" zeigte, welch düstere, verstörende Geschichten man mit Spielen erzählen kann. In "Beyond: Two Souls" will Cage die Spieler 15 Jahre aus dem Leben der Protagonistin Jodie (dargestellt von Ellen Page aus "Juno" und "Inception") spielen lassen. Glaubt sie, Stimmen aus dem Jenseits zu hören? Kann sie in andere Menschen fahren, ihre Körper übernehmen? Könnte alles sein. Wann "Beyond" erscheinen soll, ist unbekannt, echte Spielausschnitte hat man nicht gesehen, doch der überwältigende erste Eindruck hat neugierig gemacht.

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"The Last of us" - Leben in Angst

"The Last of us" (Screenshot): Vater und Tochter kämpfen aus Todesangst

"The Last of us" (Screenshot): Vater und Tochter kämpfen aus Todesangst

Foto: Naughty Dog

In den Spielepräsentationen auf der E3 sterben viele Gegner grausame Tode. Nach einem Tag kann man die durchschnittenen Kehlen, zerplatzen Köpfe und mit Messern malträtierten Körper gar nicht mehr konkreten Titeln zuordnen. Bei "The Last of us" ist das anders, man erinnert sich genau an die bedrohlichsten Szenen der kurzen Spieldemonstration. Denn die Protagonisten sind ein Vater und seine kleine Tochter, die in einer zerstörten Großstadt um ihr Überleben kämpfen.

Sie kämpfen mit Steinen, Messern, Pistolen - was immer sie gerade finden, wenn ihnen ein Mensch Böses will. Die beiden kämpfen nicht schön, sie sind nicht geübt darin, sondern sie verteidigen sich aus Todesangst. "The Last of us" könnte ein außergewöhnlicher Titel werden, ein Werk, in dem Gewalt Angst erzeugt. Hier freut man sich nicht über kriegerische Erfolge, sondern darüber, dass Vater und Tochter überlebt haben.

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"Rayman Legends" - Leuchtkäfer spielen Wii u

"Rayman Legends" (Screenshot): Diese Welt quietscht, pfeift und piepst

"Rayman Legends" (Screenshot): Diese Welt quietscht, pfeift und piepst

Foto: Ubisoft

Die Jump'n'Runs des französischen Entwicklers Michel Ancel sind ein Fest für die Sinne: Alles in dieser Welt klingt, wenn einer der Helden darauf hüpft, es quietscht und pfeift und piepst. Außerdem sind überall kleine Animationen versteckt - helfende Hände werfen die Protagonisten durch die Gegend, Augen in Hügeln blicken neugierig umher.

Noch in diesem Jahr, zum Start der Wii u, wird ein neuer Rayman erscheinen - zugeschnitten auf die neue Nintendo-Konsole. In "Rayman Legends" können bis zu fünf Spieler gleichzeitig ihre Protagonisten durch die Spielwelt hüpfen lassen. Ein Spieler hat das Gamepad der Wii u in der Hand und unterstützt die anderen, indem er auf dem Touchscreen als Leuchtkäfer Hindernisse beseitigt und Abgründe unterdrückt. Das alles sieht nach großem Vergnügen aus, schon bei "Rayman: Origins" war der Multiplayer-Teil sehr unterhaltsam - und das noch ganz ohne die Möglichkeiten des zweiten Bildschirms der Wii u.

"Watch Dogs" - Lieber Ampeln hacken

"Watchdogs" (Screenshot): Action-Adventure auf mehreren Realitätsebenen

"Watchdogs" (Screenshot): Action-Adventure auf mehreren Realitätsebenen

Foto: Ubisoft

In der Spielwelt von "Watch Dogs" überlagert die Matrix die physische Wirklichkeit: Protagonist und Anti-Held Aiden Pearce kann auf die Daten zugreifen, die ein Zentralrechner zu jedem Bewohner, jeder Ampel, jeder Straße in dieser komplett digital verwalteten Welt speichert. Pearce sieht, wenn er es denn will, ob die Besucher eines Clubs Vorstrafen haben, ob sie Kabelkunden sind und wie es um ihre Kreditwürdigkeit bestellt ist.

Und Pearce kann die Welt um sich herum hacken: Er schaltet die Ampel an einer Kreuzung von Rot auf Grün, um einen Unfall zu provozieren und so einen heranrasenden Gegner auszubremsen. Er unterbricht die Handyverbindungen von telefonierenden Passanten, um Verwirrung zu stiften. Und natürlich schießt Pearce auch, wenn es gar nicht anders geht. Dieses Action-Adventure (Veröffentlichungstermin unbekannt) verspricht eine neue Spielerfahrung auf mehreren Realitätsebenen. Die Grafik ist beeindruckend - Datenströme sahen wohl noch nie so schön aus.

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