Tyler "Ninja" Blevins Microsoft schnappt sich Amazons "Fortnite"-Superstar

Auf Twitch wurde "Ninja" zum bekanntesten "Fortnite"-Streamer der Welt - jetzt kehrt er dem Amazon-Videoportal den Rücken. Ab Freitag streamt der Webstar exklusiv auf einem Microsoft-Portal.

Tyler "Ninja" Blevins steht bei der "Fortnite"-WM auf der Bühne
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Tyler "Ninja" Blevins steht bei der "Fortnite"-WM auf der Bühne


Microsoft hat sich die Dienste einer der populärsten Netzpersönlichkeiten der Welt gesichert. Wie "Fortnite"-Streamer Tyler "Ninja" Blevkins am Donnerstag bekannt gab, verabschiedet er sich von Twitch und wechselt zum Streaming-Portal Mixer, das damit in der "Fortnite"- und Gaming-Szene mehr Aufmerksamkeit als bislang bekommen dürfte. Hinter Mixer steht Microsoft. Das Angebot steht in direkter Konkurrenz zur Amazon-Tochter Twitch.

Seinen ersten Stream bei Mixer hat "Ninja" für diesen Freitag angekündigt. Er soll auf dem Pop-Festival Lollapalooza in Chicago aufgenommen werden. "Ich weiß, dass dies für viele von euch ein Schock sein mag, aber ab heute werde ich ausschließlich auf Mixer streamen", sagte der 28-Jährige in einem Ankündigungsvideo. Er sei immer noch er selbst, betonte "Ninja", nur jetzt eben auf einer anderen Plattform tätig.

Auf Twitch hatte "Ninja" fast 15 Millionen Follower und gut 15.000 dem Kanal regelmäßig Geld bringende Bezahl-Abos. Damit betrieb er dort einen der einflussreichsten und meistbeachteten Live-Kanäle. Zeitweise hatte "Ninja" auf Twitch sogar rund 250.000 zahlende Abonnenten.

Mit Drake gestreamt

Auf der Plattform konnten Fans zum Beispiel verfolgen, wie sich der Amerikaner bei großen "Fortnite"-Turnieren schlug und wie er - wohl gegen viel Geld - seinem Publikum pünktlich zu dessen Erscheinen den "Fortnite"-Konkurrenten "Apex Legends" näherbrachte.

Einige der "Fortnite"-Streams von "Ninja" schrieben sogar Netzgeschichte. So stellte er im März 2018 einen Twitch-Zuschauerrekord auf, als rund 628.000 Zuschauer zeitgleich sehen wollten, wie er das Spiel unter anderem gemeinsam mit Musiker Drake (der sich "The Boy Duddus" nannte) spielte. Weitere Rekordzahlen, die mit dem Hype um "Ninja" und "Fortnite" in Zusammenhang standen, folgten.

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"Ninja" gilt als guter Unterhalter, aber auch als talentierter "Fortnite"-Spieler. Für die vergangenes Wochenende stattfindende Finalrunde der "Fortnite"-WM, bei der der 16-Jährige Amerikaner Kyle "Bugha" Giersdorf im Solo-Modus drei Millionen Dollar gewann, hatte er sich allerdings nicht qualifizieren können.

Wer sich für "Ninja" interessiert, kann dessen neuen Kanal bei Mixer derzeit übrigens kostenlos abonnieren - so lassen sich die kommenden Streams von "Ninja" ohne Werbung anschauen.

mbö



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Msc 02.08.2019
1.
"Ninja gilt als guter Unterhalter", wohl eher das Gegenteil. Ein sehr guter Spieler, aber absolut kein Unterhalter. Ninjas "fame" ist zudem längst verflogen, seine albernen Auftritte bei Festivals und sonstigen Aktionen haben ihn eher zum Gespött werden lassen. Wer bei Twitch ein paar Hunderttausend Fans hat, der kann halt nicht automatisch Hunderttausend Menschen auf dem Time Square anstacheln einen albernen Tanz zu machen. Das sind dann halt doch unterschiedliche Zielgruppen.
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