Angebot für PC-Spieler Spielehersteller Electronic Arts stellt neue Flatrate für Games vor

Für 15 Euro pro Monat dürfen Nutzer auf die jüngsten Versionen von Spielen wie "Fifa" und "Battlefield" unbegrenzt zugreifen. Die Firma Electronic Arts will damit eine neue Variante des Games-Abos testen.
Gamerin, die auf der EA Play posiert

Gamerin, die auf der EA Play posiert

Foto: Christian Petersen/ AFP

Nein, wirklich berauscht hat der Videospielehersteller Electronic Arts (EA) wohl niemanden mit seiner Spiele-Präsentation am Samstag in Los Angeles. Auf dem Event namens EA Play präsentierte die Firma vor allem Blockbuster wie "Fifa 19", "Battlefield V" und "Anthem" - Spiele, von denen man bereits wusste oder ahnte, dass sie existieren. Dazu kam etwa ein "Command & Conquer"-Mobilspiel und immerhin die unerwartete Ankündigung, dass ein zweiter Teil des Geschicklichkeitsspiels "Unravel" nicht nur zu zweit spielbar, sondern auch von sofort an erhältlich ist.

Eine interessante Erkenntnis bot die Präsentation jenseits der Neuheiten-Show aber doch noch: EA probiert weiter aus, wie sich Gamer für ein Flatrate-Angebot gewinnen lassen - also für ein Abo, das für Spieler praktisch ist und der Firma zugleich regelmäßige und gut kalkulierbare Einnahmen beschert.

EAs neuestes Experiment findet vorerst nur auf dem PC statt: Das Unternehmen peppt seinen Dienst Origin Access im Sommer mit einer Luxusvariante namens Origin Access Premier auf. Das neue Monatspaket kostet 15 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr.

Neuheiten fünf Tage eher spielen

Wer bereit ist, dieses Geld zu investieren, der bekommt dafür nicht nur Zugriff auf Dutzende ältere EA-Spiele, sondern auch auf Neuheiten - und das ab fünf Tage vor deren eigentlichem Erscheinen. Für den Herbst stehen aus EAs Katalog beispielsweise die Sportspiele "Fifa 19" und "Madden 19" und der Shooter "Battlefield V" bereit, Anfang 2019 kommt das Bioware-Abenteuer "Anthem" dazu. Spielen kann man die Titel ohne inhaltliche oder zeitliche Begrenzung, solange die eigene Access-Premier-Mitgliedschaft läuft.

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Dass EA auch die Neuheiten in die Flatrate packt, die das Unternehmen als Einzelkauf meist für etwa 60 Euro anbietet, ist ein spannendes Manöver. In der bisher verfügbaren Variante von Origin Access bekamen Spieler im Herbst zum Beispiel nur die "Fifa"-Version aus dem Vorjahr statt der aktuellsten angeboten. "Wir nutzen die Möglichkeit, dass man per EA Access 'Fifa' spielen kann, vor allem dafür, dass Spieler ins nächste Spiel reinkommen", erklärte dazu 2017 Jens Kosche, EAs Deutschlandchef. "Die probieren das alte aus und sind so angefixt, dass sie auch das neue haben wollen."

Neuheiten ließen sich mit Origin Access zwar ebenfalls fünf Tage vor Release ausprobieren, jedoch nur maximal zehn Stunden - diese Einschränkung entfällt bei der Premier-Variante. Die alte Flatrate-Version für vier Euro im Monat oder 25 Euro jährlich soll neben Origin Access Premier weiter existieren, als Origin Access Basic.

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In beiden Flatrates nicht enthalten sind optionale Zusatzkäufe für EA-Spiele. Wer aber mit echtem Geld etwa virtuelle Fifa-Points erwerben will, um mit ihnen in "Fifa" die eigene Mannschaft aufzupeppen, der bekommt als Access-Mitglied zumindest zehn Prozent Rabatt auf solche Online-Käufe.


Update, 11. Juni: Mittlerweile sind die genauen Preise für Deutschland bekannt, wir haben den Artikel entsprechend umformuliert.

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