Ausverkaufte Konsole Polizei warnt vor Betrugsmaschen zur Playstation 5

»Derzeit nicht verfügbar« oder »aktuell ausverkauft«: Auf solche Hinweise stößt, wer eine Playstation 5 bestellen will. Kriminelle nutzen das aus und locken mit angeblich schnell lieferbaren Spielkonsolen.
Playstation 5: Je nach Ausführung kostet die Konsole regulär 400 oder 500 Euro

Playstation 5: Je nach Ausführung kostet die Konsole regulär 400 oder 500 Euro

Foto: SONY INTERACTIVE ENTERTAINMENT / AFP

Kaum ein Gadget ist derzeit so schwer zu bekommen wie Sonys Playstation 5. Kurz vor Weihnachten ist die Spielkonsole praktisch überall ausverkauft, Händler wie Amazon und Saturn nehmen momentan nicht einmal mehr Vorbestellungen auf. Auf Portalen wie Ebay Kleinanzeigen wird das Gerät zu teils vierstelligen Wucherpreisen angeboten (mehr dazu hier), obwohl es offiziell – je nach Ausführung – nur 400 oder 500 Euro kosten sollte.

Diese Situation – viel Hype, der zu einer hohen Nachfrage führt, aber zugleich wenig Verfügbarkeit – machen sich Betrüger zunutze. Immer wieder tauchen im Netz Fake-Shops auf, die die Konsole angeblich zum Standardpreis feilbieten. Bezahlt werden soll dabei vorab, die Kunden sehen ihr Geld anschließend nie wieder. Und natürlich kommt auch nie die erhoffte Playstation 5.

Allein die Polizei in Nabburg in der Oberpfalz weiß von mehr als 50 Menschen aus Bayern, die bereits auf einen Fake-Shop mit der Adresse Ps5-vorbestellen.eu hereingefallen sind. Die Internetseite, auf der sie ihre Bestellungen abgaben, existiert mittlerweile nicht mehr. Gespeicherte Daten des sogenannten Internet Archive zeigen aber, wie gewieft sich der Fake-Shop online präsentierte .

Fake-Shop Ps5-bestellen.eu: Auf der Seite gaben die Betrüger auch eine Anschrift an

Fake-Shop Ps5-bestellen.eu: Auf der Seite gaben die Betrüger auch eine Anschrift an

Foto: Wayback Machine

Nur bei bekannten Händlern kaufen

Anders als bei anderen Konsolen-Launches der vergangenen Jahre wird die Playstation 5 in Deutschland quasi ausschließlich online verkauft. Eine Übersicht zur Bestellsituation bei renommierten Onlineshops wie Amazon.de, Otto.de, Saturn.de oder auch Conrad.de liefert beispielsweise das Branchenmagazin »Gameswirtschaft« .

»Gameswirtschaft« berichtet auch schon seit Wochen  über Betrugsversuche im Kontext der Konsole. »Seien Sie misstrauisch und prüfen Sie genau, wem Sie 400 beziehungsweise 500 Euro überweisen«, rät das Portal und warnt unter anderem vor Anzeigen auf Instagram, Facebook oder bei Google, in denen sofort vorbestellbare oder sofort lieferbare Geräte in Aussicht gestellt werden.

Schon im Oktober hatte »Gameswirtschaft« betont, dass der Konsolenvorverkauf ausschließlich über große Versender und einige wenige renommierte Fachhändler stattfinde: »Es ist ausgeschlossen, dass bislang unbekannte Shops plötzlich Konsolen aus dem Hut zaubern.«

Vorsichtig sein sollte man ebenso, wenn man eine Konsole überteuert bei Privathändlern kaufen will. Auch auf Portalen wie Ebay Kleinanzeigen besteht die Gefahr, dass ein vermeintlicher Verkäufer sich zuerst das Geld zukommen lässt, dann aber doch keine Konsole zur Post bringt. Hier empfehlen sich daher persönliche Übergaben.

mbö
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