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Rollenspiel-Klassiker: So sah "Final Fantasy" aus

Rollenspiel-Klassiker "Final Fantasy" Letzter Versuch, Millionenerfolg

"Entweder hat dieses Spiel Erfolg oder ich verlasse die Branche": Hironobu Sakaguchi entwickelte "Final Fantasy" - und schuf eine der erfolgreichsten Rollenspielserien. Ein Rückblick.

Vor 40 Jahren erschien das einflussreichste Spiel des 20. Jahrhunderts, das Tischrollenspiel "Dungeons & Dragons". Es hat frühe Computerspiele entscheidend geprägt, zum Beispiel den Rollenspiel-Klassiker "Final Fantasy" aus dem Jahr 1987.

Darum geht's: Es ist eine klassische Computerrollenspiel-Geschichte: Vier junge Helden kämpfen für das Gute (Prinzessin befreien, Erzschurken jagen). So beginnt das erste "Final Fantasy" zumindest, dann aber wird es kompliziert. Der Bösewicht will sich durch einen komplexen Zeitreise-Trick ewiges Leben verschaffen, die Helden müssen 2000 Jahre in die Vergangenheit reisen, Sprengstoff transportieren und mit einem Schiff fliegen.

Spielmechanik: "Final Fantasy" spielt man mit einer Gruppe von bis zu vier Spielercharakteren unterschiedlicher Klassen. Zu Beginn des Spiels stellt man sein Team aus Kämpfern, Dieben, Kampfkünstlern, roten, weißen und schwarzen Magiern zusammen. Die Spielercharaktere haben Primärattribute wie Stärke, Gewandtheit, Intelligenz, Vitalität und Glück, doch die Punkteverteilung kann der Spieler nicht beeinflussen. Wer Gegner besiegt, sammelt Erfahrungspunkte und steigt irgendwann eine Stufe auf. Da übernimmt "Final Fantasy" die von "Ultima" und anderen Rollenspielen standardisierte Mechanik. Magier müssen ihre Magiepunkte regenerieren, dabei kann eine feste Bleibe helfen.

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Herausragend: Bei "Final Fantasy" sticht das komplexe, taktische Kampfsystem hervor. Auf einer speziellen Kampfanzeige wählt der Spieler aus, welcher Charakter was tut, welchen Gegner er wie und womit angreift, ob er flieht, pariert oder eine Heilung versucht. Die zahlreichen Wahlmöglichkeiten, die Mischung der Gruppe aus verschiedenen Charakterklassen und die Vielzahl von Waffen und zusätzlichen Items machen die Kämpfe sehr dynamisch. Das ist auch ganz gut so, denn die Kämpfe nehmen viel Spielzeit von "Final Fantasy" in Anspruch.

Erfolg: Mit mehreren Hunderttausend verkauften Exemplaren fürs NES wurde "Final Fantasy" zu einem der erfolgreichsten frühen japanischen Rollenspiele. Durch den Erfolg der US-Version entwickelte sich "Final Fantasy" zu einer der erfolgreichsten Rollenspiel-Serien aller Zeiten.

Seltsam: Der Name "Final Fantasy" hat nichts mit dem Spiel, sondern nur etwas mit der Lage der Entwickler im Gründungsjahr 1987 zu tun. Der "Final Fantasy"-Erfinder Hironobu Sakaguchi beschreibt die Namensgebung 2007 in "Develop " so:

"Der Titel 'Final Fantasy' war der Ausdruck meiner Gefühle zu jener Zeit. Wenn dieses Spiel keinen kommerziellen Erfolg gehabt hätte, wäre ich zurück an die Universität gegangen. Ich hätte ein Jahr nachholen müssen, ich hätte keine Freunde gehabt - es war wirklich eine finale Situation."

D&D: Nur ein mittelbarer Einfluss: "Final Fantasy" nutzt Spielmechanismen des direkten Vorbilds "Dragon Warrior".

Quelle: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "Drachenväter. Die Geschichte des Rollenspiels und die Geburt der virtuellen Welt ."

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