Smartphone-Spiele Google will iOS- und Android-Spieler verkuppeln

Gegeneinander statt nebeneinander: Auf einer Spielekonferenz in den USA hat Google angekündigt, Online-Spiele zwischen Nutzern unterschiedlicher Handy-Betriebssysteme ermöglichen zu wollen. Bei Entwicklern will das Unternehmen mit neuen Statistiken punkten.

Google Play Games: Bald plattformübergreifend zocken

Google Play Games: Bald plattformübergreifend zocken


Google hat die Spieleentwicklerkonferenz GDC (Games Developers Conference) in San Francisco genutzt, um einige Neuerungen für Smartphone-Spiele anzukündigen. Die wichtigste: Eine neue Google-Technik soll es bald ermöglichen, dass Spieler mit iOS-Geräten online gegen Spieler mit Android-Geräten antreten können. Dabei sei es unerheblich, ob es sich um rundenbasierte Spiele oder um Echtzeitspiele handelt, heißt es in Googles Android Developers Blog.

Mit Hilfe eines sogenannten Software Development Kit (SDK) sollen Entwickler in die Lage versetzt werden, die Google Play Game Services in Spiele für beide Plattformen einzubauen. So wie Spiele, die sich der Google-Dienste bedienen, jetzt schon plattformübergreifend Ranglisten führen können, sollen Gamer damit künftig direkt gegeneinander antreten können.

Darüber hinaus kündigte der Konzern Game Gifts an. Diese Funktion soll es Spielern ermöglichen, Freunden virtuelle Spielgegenstände zu schenken. Als Vehikel dafür soll das soziale Netzwerk Google+ dienen. Zudem soll man über die Play-Games-App in Android jetzt direkt weitere Spieler zu Multiplayer-Partien einladen können.

Spieler halten und neue finden

Die Ankündigungen sind Teil von Googles Bemühungen, mehr Spieleentwickler für seine Plattform zu begeistern. Im Spiele-Blog "Polygon" schwärmt Google-Manager Greg Hartrell, 2013 sei ein herausragendes Jahr für Google Play Games gewesen. Das Spielenetzwerk habe enorm schnell wachsen können. Mittlerweile würden Dreiviertel der Android-Nutzer Spiele spielen.

Hartrell sagt weiter, dass Google im vergangenen Jahr viermal mehr Geld an Android-Spieleentwickler ausgezahlt habe als im Jahr zuvor. "Polygon" deutet die Ankündigungen vom Montag als Maßnahmen, es Interessierten leichter zu machen, für sie passende Spiele zu finden. Ein noch wichtigeres Ziel sei es, die Spieler länger für diese Spiele zu begeistern.

Ähnlich lassen sich auch die weiteren Google-Ankündigungen deuten, die sich direkt an Spielentwickler richten. So will das Unternehmen Entwicklern einen Online-Dienst namens "Play Games Statistics" anbieten, über den sich täglich aktualisierte Daten abrufen lassen - etwa dazu, wie viele User ein Spiel genutzt haben, wie intensiv sie das getan und welche Spielstände sie erreicht haben.

Außerdem sollen Entwickler künftig per Google Analytics besser die Wirksamkeit von Anzeigenwerbung innerhalb ihrer Spiele kontrollieren können. Als alternativen Erlöspfad können Entwickler eigene Anzeigen in ihren Spielen platzieren, um beispielsweise In-App-Käufe zu bewerben. Für viele Anbieter sind Angebote wie virtuelle Ausrüstungsgegenstände oder Spielgeld längst der ertragreichere Weg, Geld zu verdienen.

mak

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
chris11114 18.03.2014
1. Naja...
Ich glaube kaum dass Apple das zulässt schließlich kommen die ganzen Top Spiele Titel nur für iOS oder zumindest Wochen früher für iOS raus... Ein Spiel im Kaliber von Infinity Blade gibt es bei Android schlichtweg nicht und auch die meisten Gameloft und EA Spiele gibt es gar nicht oder sie werden in der Ur-Version auf den Markt gebracht und DLCs erst gar nicht entwickelt... Android kennt halt nur Flappy Bird!
bobsenhimself 18.03.2014
2. Kann ja nur von einem Fanboy kommen.
Sonen Quatsch liest man meist nur von den Apple Jüngern. Irgendwie denkt ihr immer noch, dass ihr was besseres seid. Zum Thema Gameloft Spiele: Wer braucht sonen Quark. Zum Thema EA Spiele: Irgendwelche Beispiele? Zum Thema Ein Spiel vom Kaliber Infinty Blade.....LOOOOL Das einzig wahre Handyspiel momentan ist mMn Plants vs. Zombies 2 und das gabs für beide Systeme gleichzeitig.
horst_meiermann 18.03.2014
3.
Das Problem auf der Android-Plattform ist, dass die Nutzer nichts für die Spiele zahlen wollen, und so kommt es dort zu einer Mischung aus Gratis-Ramsch, der Daten staubsaugt, und fragwürdigem Free-2-Play-Zeugs (Plants vs. Zombies 2 etc.).
bobsenhimself 18.03.2014
4. optional
Achja? und auf der ios Plattform sind die Leute Zahlungsbereiter? Beweise?
horst_meiermann 18.03.2014
5.
Liest man häufig, siehe z.B. Link: http://www.freelancerwissen.de/nachrichten/ios-user-sind-zahlungswilliger-13229.html "Dies geht aus einer Analyse zum Thema "Mobile Gaming" des Beratungsunternehmens Deloitte hervor. Demnach investierten iOS-User im Schnitt 4,27 Euro pro kostenpflichtiger App, wohingegen Android-Nutzer größtenteils Gratis-Anwendungen bevorzugen und knapp ein Viertel des iOS-Satzes für Apps ausgeben."
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