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Ravensburger-Neuheit: So spielt man mit "Space Hawk"

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"Space Hawk" im Test Hier fliegt man noch wirklich selbst

Viele Spielzeughersteller experimentieren mit Apps - das Ergebnis ist meistens ernüchternd. "Space Hawk" dagegen schafft es, das Analoge und das Digitale sinnvoll zu kombinieren. Wir haben das Ravensburger Raumschiff getestet.

"Cool, was kann man damit machen?" Die erste Antwort auf diese Frage gibt sich von allein. Der Laderaum wird mit Kastanien gefüllt, die dann quer durch die Wohnung ins Kinderzimmer geflogen werden. Die "Space Hawk" sollte man nicht herumliegen lassen, sie wird von Kindern sofort in Beschlag genommen. Sie lassen das Raumschiff mit ihren Händen hin und her fliegen, inszenieren Starts und Landungen - und ignorieren, dass eigentlich noch einiges mehr damit möglich ist.

"Space Hawk" ist ein Mix aus App und Spielzeug, der weder ferngesteuert wird, noch selbst fliegen kann. Konkret handelt es sich um ein großes Plastikraumschiff, das kombiniert mit einer Smartphone-App zu einer Reise durch das Weltall anregen soll. Es ist einer von vielen Versuchen klassischer Spielzeugfirmen, vom Boom der Smartphone-Spiele zu profitieren.

Ravensburger, die "Space Hawk" gemeinsam mit dem Frankfurter Spielestudio Deck 13 entwickelt haben, macht es allerdings besser als viele Konkurrenten. Bei diversen Herstellern hat man oft das Gefühl, dass sie "mal was mit Apps" machen wollten. Und das endet dann etwa bei Modelleisenbahnen, die im Kreis fahren, während die Kinder auf das iPad starren, auf dem sie in altbackener 3D-Grafik aus der Lok schauen können.

Schwebende Inseln auf fremden Planeten: Es gibt immer wieder neue Abenteuer

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Bei "Space Hawk" dagegen verschwindet das Smartphone samt gestarteter App im Bauch des Raumschiffs. Es wird dort festgeklemmt und kommt nur bei bestimmten Aktionen zum Vorschein. Sonst werden vor allem Bewegungserkennung und Sprachausgabe benutzt. Das Smartphone wird zum Bordcomputer, der zu hören, aber nicht zu sehen ist. Das ist gut gedacht, schließlich kommt so der eigentliche Star ins Spiel: Das Raumschiff selbst.

Und abheben!

Nach einer kurzen Erklärung aus dem Bauch der "Space Hawk" beginnt der erste Flug. Und ich muss mich dabei tatsächlich mit durch die Wohnung bewegen, muss schnell laufen, das Raumschiff nach rechts und links bewegen. Dabei höre ich auf die Stimme aus dem Smartphone, die mir sagt, wo ich Kristalle aufsammeln oder Asteroiden ausweichen muss. Das klappt erstaunlich gut, auch wenn ich Kristalle, die rechts von meinem Raumschiff sind, grundsätzlich verpasse. Links dagegen scheint es problemlos zu gehen.

Ich ziehe einmal beherzt am Kopf des Raumschiffs, das sich jetzt verändert und den Blick auf den Bildschirm freigibt. So lande ich das Schiff auf einem der beigelegten Spielpläne. Die Kamera des Smartphones erkennt das Bild und lässt mich jetzt kleine Spiele machen und dabei tatsächlich auf den Bildschirm schauen.

Ich schieße auf Asteroiden oder spreche mit meiner Crew, repariere das Schiff und erkunde den Planeten. Ich fliege wieder zu meinem Heimatplaneten zurück und mache das Spiel aus. Der Frachtraum wartet nämlich darauf, wieder mit Kastanien gefüllt zu werden.


"Space Hawk" von Ravensburger, Starterset ca. 40 Euro, Erweiterungen je ca. 15 Euro, App für iOS und Android kostenlos

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