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Playstation-4-Spiel: So gut sieht "The Last of Us: Remastered" aus

Foto: Sony

"The Last of Us: Remastered" Überlebenskampf, schön wie nie

Das Apokalypse-Abenteuer "The Last of Us" ist zurück, als aufgehübschte Version für die Playstation 4. Die Neuauflage sieht so gut aus, dass man trotz Zombies gern für Fotos stehen bleibt.

Es dauert nicht lange, bis ich mich wieder heimisch fühle in der Apokalypse. Ich weiß zwar noch genau, was am Anfang geschieht, aber es berührt mich so wie vor einem Jahr. Mit jedem weiteren Schritt kommen Erinnerungen hoch, die gespannte Erwartung neuer, altbekannter Gegenden. Ich will mit Joel und Ellie erneut die Reise in die Dunkelheit machen, will ein zerstörtes Amerika durchqueren. Die Gefühle von damals sind immer noch da. Und doch ist einiges anders in "The Last of Us: Remastered".

"The Last of Us" war eines der besten Spiele des vergangenen Jahres, erschienen für Sonys Playstation 3, ein gutes halbes Jahr, bevor die neue Konsolengeneration auf den Markt kam. Entwickelt wurde es von den "Uncharted"-Machern Naughty Dog. Das Spiel tauchte auf vielen Bestenlisten auf, es wurde als Meisterwerk gefeiert und seit Erscheinen rund sieben Millionen Mal verkauft. Jetzt erscheint es, überarbeitet, mit seiner Erweiterung "Left Behind" ergänzt und grafisch aufgepeppt für die Playstation 4.

Eigentlich müsste ich nur auf das verweisen, was ich bereits vergangenes Jahr zu diesem Spiel geschrieben habe. Es gilt immer noch. Die Reise von Joel und Ellie durch ein zerstörtes Land, auf der Suche nach einer Wahrheit, ist nicht gealtert, seine universellen Themen sind immer noch relevant. Das Bild einer nach einer Katastrophe zerfallenen Menschheit ist immer noch großartig. Das Spiel ist brutal und zärtlich zugleich. Es erzählt von einzelnen Personen, macht keine großen gesellschaftlichen Entwürfe und allein dadurch wird Menschlichkeit, Fehlbarkeit und Verletzlichkeit spürbar. Nicht zuletzt in "Left Behind", in dem man sehr lange einfach Teenagern beim Herumblödeln zuschaut.

Flüssigere Grafik, mehr Details

Am eigentlichen Spiel wurde bei "The Last of Us: Remastered" kaum etwas geändert. Es geht vor allem um die Optik. Und obwohl ich "The Last of Us" als umwerfend schönes Spiel im Kopf hatte, sehe ich jetzt: Es geht noch besser. Die Grafik läuft flüssiger, was die Spielbarkeit sehr verbessert. Die Umgebung ist detailreicher, das Licht sanfter und Kanten deutlich glatter. Gras steht nicht mehr in kantigen Büscheln herum, sondern wiegt sich in der untergehenden Abendsonne.

Immer wieder halte ich inne und schaue die Landschaft an. In diesen Momenten bin ich versucht, den Fotomodus zu aktivieren. In dem kann ich das aktuelle Bild einfrieren, die Kamera bewegen und die beste Einstellung suchen. Ich kann die Helligkeit verändern, Filter einsetzen und Rahmen um das Bild ziehen. Auf den ersten Blick ein schnödes Spielzeug, das aber bald viel Zeit frisst.

"The Last of Us: Remastered" ist ein gelungenes Update und eine gute Ausrede, um eines der besten Spiele der vergangenen Jahre noch mal zu spielen - oder es erstmals zu erleben.


"The Last of Us: Remastered" von Sony, für Playstation 4, circa 55 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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