Gute-Laune-Downloads Fünf Apps für mehr Spaß im Alltag

Im Wintergrau ist es manchmal nicht leicht, bei guter Laune zu bleiben. Eine indische Beatbox-Band, Plüschmonster in Lebensgefahr und ein widerspenstiges Videospiel bringen den Spaß zurück.

Der Winter zieht sich in die Länge, die Corona-Pandemie beherrscht die Schlagzeilen. Bevor man dabei dem Lockdown-Blues verfällt, sollte man ein paar amüsante Apps als Stimmungsaufheller ausprobieren. Für wenige Euro gibt es beispielsweise ein Spiel, das sich gegen seine Spieler wehrt, eine App voller schwarzem Humor und einen bunten GIF-Gestalter.

Wir haben fünf Apps für eine Auszeit zwischendurch ausgewählt, die Spaß machen und die Spieler mit raffinierten Ideen fesseln.


»There is no game – Wrong Dimension«

Foto: Draw Me A Pixel

»Geh raus, lies ein Buch, spare Energie und schalte den Rechner aus!« Dieses verrückte Spiel will einfach nicht, dass man es spielt. Die Stimme aus dem Off droht mit Abstürzen, Neustarts und Updates, die so lange dauern sollen, dass man in dieser Zeit locker zwei Wochen in den Urlaub fliegen kann. »There is no game« ist ein herrlich erfrischendes Duell mit einem Spiel, das sich hartnäckig und sehr humorvoll gegen jegliche Versuche, es zu spielen, wehrt.

Die Spielerin oder der Spieler muss sich in sechs Kapiteln durch zahlreiche Minispiele knobeln, Passwörter erraten und clever arrangierte Rätsel lösen. Die Grafik ändert sich immer wieder und erinnert nostalgisch an Spielhallenklassiker wie »Breakout«, an Point-and-Click-Adventures wie »Day oft the Tentacle« und Konsolenspiele wie »The Legend of Zelda«. Allein die Vorfreude auf die nächste Schimpftirade spornt den Spieler immer wieder an, auch wenn die Rätsel manchmal ganz schön herausfordernd sind.

»There is no game – Wrong Dimension« für Android  und iOS , etwa 6 Euro


»Ghost Beat«

Foto: Sandor Berczi

Dieses Spiel ist wie ein Auftritt am DJ-Pult eines Elektro-Klubs. Doch der kleine Geist in »Ghost Beat« braucht dringend Rhythmusgefühl, sonst knallt er gegen die Taktstriche. Mit Fingertipps auf Plus und Minus wechselt die Spielfigur zu Elektro-Klängen zwischen den Ringen eines Kreises. Der Spieler muss im richtigen Augenblick reagieren, um dem drohenden Taktende auszuweichen. Wer den Song bis zum Ende durchkreiselt, hat das Level geschafft.

Obwohl die Steuerung einfacher kaum sein kann, ist das Spiel ganz schön schwierig. Spätestens, wenn der Beat im Song anzieht, wird es tückisch: Die Snare hämmert immer öfter und wird gern auch mal vorgezogen. Dieser Schlag ist gleichzeitig das Singal zum Bahnwechsel. Auf dem Weg zur 100-Prozent-Marke kann das ganz schön hektisch werden.

»Ghost Beat« für iOS , etwa 1 Euro


»Incredibox«

Foto: So Far So Good

Mit dieser bunten Beatbox-Band kommt Freude auf: Der blaue Elefant presst Basstöne durch seinen Rüssel, der orangefarben gekleidete Sonnenbrillen-Hipster liefert den Rhythmus, und der grün verschleierte Sänger schmettert indische Melodien. Der meditative A-capella-Gesang der App »Incredibox« zieht den Nutzer nach wenigen Takten in seinen Bann.

Mit einfachen Wischbewegungen wechselt man die Bandmitglieder, die sich automatisch mit ihren Tönen im richtigen Takt einreihen. Wenn alle sieben gelangweilt dreinblickenden Comicmusiker einsetzen, erklingt wohliger Chorgesang aus dem Smartphone. Die Aufgaben sind simpel, doch der Spieler wird mit lustigen Zwischensequenzen und Solo-Einlagen belohnt.

»Incredibox« für Android  und iOS , etwa 1 Euro


»Face In Hole Gifs«

Foto: Lisbon Labs

Ein Auftritt als He-Man, Pizzakopf oder Wonder Woman? Mit »Face in Hole Gifs« ist das kein Problem. Die App ersetzt die Köpfe von Filmstars und anderen Motiven durch Selfies des Nutzers. Das geht ganz einfach: Man nimmt ein Foto von sich auf oder wählt ein Bild aus dem Archiv und platziert es in einer vorgefertigten Schablone. Die Software passt Licht und Farbe an, montiert das Foto auf die Körper von Hollywoodgrößen und Comicfiguren und animiert sie.

Die Entwickler laden regelmäßig neue GIFs in die Datenbank der App. Aus der Clip-Bibliothek kann man sich dann aussuchen, ob man als Wrestling-Star ins Mikro brüllt, als der Dude aus »The Big Lebowski« auftreten will oder mit einem Panda-Maskottchen tanzt. Die retuschierten GIFs und Bilder lassen sich auch beschriften und in verschiedenen Messenger-Apps verwenden.

»Face in Hole Gifs« für iOS , etwa 2 Euro

»Monsterz Minispiele«

Foto: Electric French Fries

Man hat es nicht leicht als Monster: Zumindest bei »Monsterz Minispiele« müssen die plüschigen Kerlchen die ganze Zeit um ihr Leben fürchten. Die Aufgabe des Spielers ist es, die Monster zu retten. Mit viel schwarzem Humor geht es darum, Mistgabeln abzuwehren, Zähne zu ziehen und Riesenfüßen auszuweichen.

Für ein paar Minuten lässt die quietschbunte Monsterwelt den Alltag vollkommen vergessen. Man hat nicht mal Gelegenheit, aus dem Fenster zu schauen. Denn der Zeitbalken schrumpft unerbittlich und es bleiben nur wenige Augenblicke, um rechtzeitig über den Bildschirm zu wischen und die nahende Gefahr zu bannen. Doch um die putzigen Monster zu retten, nimmt man den Zeitdruck gern in Kauf.

»Monsterz Minispiele« für iOS  , etwa 1 Euro