Populäres Onlinewortspiel Was »Wordle«-Angeber mit britischen Geheimdiensten zu tun haben

Geht es nach dem Chef des britischen Auslandsgeheimdiensts MI6, sollten sich »Wordle«-Spieler besser in Geheimhaltung üben. Dafür erntete der Topspion eine humorvolle Antwort eines anderen Geheimdienstes.
Screenshot des GCHQ-Tweets mit nachgestelltem »Wordle«-Ergebnis: »Sorry«

Screenshot des GCHQ-Tweets mit nachgestelltem »Wordle«-Ergebnis: »Sorry«

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Twitter / dpa

Der Hype um »Wordle« macht auch vor britischen Geheimdiensten nicht Halt. Die Idee hinter dem Onlinespiel ist schnell erklärt: Mit maximal sechs Versuchen soll darin ein englisches Wort mit fünf Buchstaben erraten werden. Richtig platzierte Buchstaben werden grün, richtige Buchstaben am falschen Ort gelb markiert, falsche ausgegraut. Jeden Tag gibt es nur ein Rätsel, das für alle Spielerinnen und Spieler gleich ist – und eine Share-Funktion ermöglicht es, das eigene Ergebnis zu teilen. Und das wiederum geht manchen Menschen offenbar gehörig auf die Nerven – womit wir wieder beim britischen Geheimdienst wären.

Der Chef des legendären Auslandsgeheimdiensts MI6, Richard Moore, äußerte bei Twitter seinen Frust  über die Angeber: »Denke darüber nach, denjenigen zu entfolgen, die ihre ›Wordle‹-Ergebnisse posten...« Tatsächlich teilen zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer des sozialen Netzwerks täglich ihre Resultate, Kritik daran wurde schon häufiger laut.

Moore bekam nun allerdings eine ganz besondere Antwort – und zwar vom britischen Geheimdienst GCHQ, dem Gegenstück zur amerikanischen NSA. Der offizielle Twitteraccount zitierte  Moores Tweet und ergänzte es mit einem nachgemachten 5-Buchstaben-»Wordle«-Ergebnis: »Sorry«.

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Die GCHQ-Antwort wiederum stieß auf viel Lob. Die britische Botschafterin in Schweden, Judith Gough, twitterte  schlicht das Wort »Genius«. Ein anderer Nutzer schrieb  an den Dienst gewandt: »Sicher kennt ihr die ›Wordle‹-Antwort schon, bevor ihr anfangt.«

Das kostenfreie Spiel wurde im vergangenen Jahr von dem Programmierer Josh Wardle entwickelt. Im November spielten es gerade einmal 90 Menschen täglich, im Januar 300.000 – und am vergangenen Wochenende waren es laut »Guardian«  schon zwei Millionen.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die »New York Times« das Spiel für einen niedrigen siebenstelligen Betrag gekauft hat.

aar
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