Erpressung von US-Pipeline-Betreiber USA loben Millionen für Hinweise auf Hackergruppe aus

Der schwere Hackerangriff auf eine der größten US-Pipelines hatte im Mai für Aufsehen gesorgt. Nun will die Regierung die Hintermänner aufspüren – und lockt mit viel Geld für sachdienliche Hinweise.
Anlage der Colonial Pipeline in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland

Anlage der Colonial Pipeline in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland

Foto: JIM LO SCALZO / EPA

Die US-Regierung hat eine hohe Belohnung ausgelobt, um gegen die Drahtzieher des Hackerangriffs auf die größte Benzin-Pipeline der USA im Mai vorzugehen. Das US-Außenministerium teilte am Donnerstag in Washington mit, bis zu zehn Millionen US-Dollar würden für Informationen gezahlt, die dazu beitrügen, Führungsfiguren der internationalen Hackergruppe DarkSide aus Russland zu identifizieren oder aufzuspüren.

Zusätzlich winken bis fünf Millionen US-Dollar für Hinweise, die zu einer Festnahme oder Verurteilung von Personen führten, die in Ransomware-Attacken der Gruppe verwickelt seien. Dies sind Attacken, bei denen Hacker die Rechner angegriffener Unternehmen verschlüsseln und hohe Summen für die Freigabe der Systeme verlangen.

Die Gruppe DarkSide war nach Einschätzung der US-Regierung für den groß angelegten Hackerangriff auf die größte Benzin-Pipeline der USA verantwortlich. Das Unternehmen Colonial Pipeline hatte Anfang Mai mitgeteilt, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. In der Folge wurde der Betrieb der Pipeline, durch die etwa 45 Prozent aller an der US-Ostküste verbrauchten Kraftstoffe laufen, zeitweise komplett eingestellt. In Teilen des Landes kam es zu Benzinengpässen.

Die Hacker waren damals in das Computer-Netzwerk des Pipeline-Betreibers eingedrungen und hatten ein Lösegeld in Millionenhöhe gefordert, das das Unternehmen auch zahlte.

jso/dpa
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