Coronakrise Ifa soll mit neuem Konzept gerettet werden

Weil Großveranstaltungen in Berlin bis Ende Oktober verboten sind, kann die Elektronikmesse Ifa nicht wie gewohnt stattfinden. Die Veranstalter arbeiten nun an einer Alternative.
In die Zukunft schauen: Die Ifa ist eine der wichtigsten Technikmessen weltweit

In die Zukunft schauen: Die Ifa ist eine der wichtigsten Technikmessen weltweit

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TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Angesichts der Auswirkungen der Coronakrise arbeiten die Veranstalter der Berliner Elektronikmesse Ifa an einem Alternativkonzept. Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, hatte der Berliner Senat am Dienstag Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober untersagt. Die für September geplante Messe könne daher nicht im gewohnten Rahmen stattfinden, erklärten die Ifa-Veranstalter.

In den Hallen am Berliner Funkturm präsentiert die Hightechindustrie Jahr für Jahr neue Unterhaltungselektronik und Hausgeräte. Im vergangenen Jahr kamen 245.000 Besucher auf das Messegelände, um sich zu informieren und unterhalten zu lassen. Die diesjährige Ausgabe der Ifa war für den 4. bis 9. September geplant.

Wie die Messe angesichts der verordneten Einschränkungen nun genau ablaufen soll und ob sie gegebenenfalls ins Internet verlegt wird, ließen die gfu - Consumer & Home Electronics GmbH und die Messe Berlin, die die Veranstaltung gemeinsam organisieren, am Dienstag noch offen. Das neue Konzept solle auf den Stärken der Ifa "als Leitmesse" und führende Innovationsplattform aufbauen, erklärten die Veranstalter.

Es begann mit Röhrenradios

"Die neuen Rahmenbedingungen treffen uns natürlich nicht völlig überraschend", sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik. "Sie schaffen nun aber Klarheit und ermöglichen uns, gemeinsam mit unserem Partner Messe Berlin sowie namhaften Ausstellern, eine konkrete Planung und Vorbereitung."

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Foto: Messe Berlin

Auch wenn die Messe nicht komplett abgesagt wird, dürfte die Neukonzeption eine spürbare Delle in der Historie der Veranstaltung hinterlassen. Immerhin begann die Ifa im Dezember 1924 als "Große Deutsche Funkausstellung", deren Highlights damals Röhrenradios waren.

Die Abkürzung Ifa stand später jahrzehntelang als Kürzel für "Internationale Funkausstellung", bis die Veranstalter der Messe vor einigen Jahren den moderneren Untertitel "Consumer Electronics Unlimited" gaben. Neben der CES, die im Januar in Las Vegas stattfindet, ist die Ifa eine der beiden wichtigsten jährlichen Veranstaltungen für die Elektronikbranche.

mak/dpa
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