Razr-Nachfolger Neue Zungenbrecher von Motorola

Motorolas Razr ist eines der erfolgreichsten Handys auf dem Markt, mache sagen, es habe das Unternehmen gerettet. Nun hat Motorola mehrere Nachfolger vorgestellt, die dem Verkaufsschlager ziemlich ähneln.


Ron Garriques, Chef von Motorolas Mobilfunksparte, ist zuversichtlich. "Ich glaube, dass alle heute vorgestellten Modelle einen ähnlichen Start haben werden wie das Razr in den ersten 90 Tagen", sagte er bei der Vorstellung der neuesten Zungenbrecher aus seinem Haus. Krzr und Rizr heißen die neuen Modelle, zusätzlich gibt es ein neue Razr-Versionen.

Das dünne Klapphandy mit dem Namen Razr hatte sich in den ersten drei Monaten nach dem Markstart 750.000 mal verkauft. Insgesamt gibt es weltweit mittlerweile 50 Millionen Stück. Das Telefon hat fast im Alleingang geschafft, die Marke Motorola vor dem Abdriften ins Abseits zu retten, und das, obwohl viele die Benutzerführung des Telefons unpraktisch finden. Konkurrenten wie Samsung zogen kurz darauf mit noch dünneren Handys nach. Auf dem Weltmarkt ist Motorola nach Nokia die Nummer zwei.

Wenig überraschend ist, dass man am Design des Erfolgsmodells möglichst wenig verändert hat. Rizr wird allerdings nicht aufgeklappt sondern durch Aufschieben geöffnet. Beide sind außerdem schmaler als der Vorgänger.

Handys für "Leute mit kleineren Händen"

Krzr ist 42 Millimeter breit und wird wie das 54 Millimeter breite Razr aufgeklappt. Es ist etwas dicker als der Vorgänger, hat eine Kamera und mehr Speicher für Musik, den Unternehmensangaben zufolge für 500 Songs. Das Telefon besteht aus Magensium, Chrom und Glas und wird in Grau und Blau auf den Markt kommen. Das schmalere Telefon soll "Leute mit kleineren Händen" ansprechen, so Motorola-Managerin Tracey Koziol, zum Beispiel "asiatische Kunden und Damen".

Rizr ist 46 Millimeter breit. Auch zugeschoben soll man damit Fotos machen können. Es soll in Blau, Rot und Schwarz auf den Markt kommen. Zusätzlich stellte Motorola zwei Telefone für Hochgeschwindigkeits-Mobildienste vor: Razr XX und Razr Maxx sollen mit der aufgebohrten Übertragungstechnologie HSDPA arbeiten, die gestreamte Video- und Musikübertragungen aufs Handy ermöglicht.

Vor allem aufgrund des Razr-Erfolgs konnte Motorola seinen weltweiten Marktanteil im zweiten Quartal 2006 auf 22 Prozent ausbauen. Um 53 Prozent nahmen die Mobiltelefonverkäufe zu. Nokia musste beim Marktanteil im Vergleich zum ersten Quartal ein Prozent abgeben und liegt nun bei 34 Prozent. Die Finnen wollen Motorola nun mit eigenen Neuentwicklungen entgegentreten.

cis/rtr



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