Frequenzversteigerung 5G-Auktion bringt weniger ein als erwartet

Die Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G neigt sich dem Ende zu. Die bisherigen Höchstgebote liegen deutlich unter dem, was sich der Bund wohl erhofft hat.


Aktuell wird nur noch für einen Frequenzblock geboten, wie aus den von der Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellten Informationen hervorging.

Nach bislang 116 Runden sind von den Auktionsteilnehmern Höchstgebote über insgesamt rund 2,35 Milliarden Euro eingegangen. Bliebe es in diesem Rahmen, wäre das deutlich weniger als erwartet. Analysten hatten für die aktuelle Auktion mit Einnahmen von rund drei Milliarden Euro für den Bund gerechnet. Frühere Versteigerungen haben dem Bund viele Milliarden Euro in die Kassen gespült und dauerten drei bis sechs Wochen.

5G soll den Weg für neue Schlüsseltechnologien wie autonomes Fahren und Industrie 4.0 ebnen. An der Auktion nehmen die Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland, Vodafone und die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch teil. Die Auktion läuft seit dem 19. März. Insgesamt werden 41 Frequenzpakete im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band zugeteilt. (Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu 5G.)

Aktien von 1&1 Drillisch und United Internet legen um fünf Prozent zu

Lesetipp aus dem Archiv

Auf die Börsenwerte der Provider wirken sich die vergleichsweise niedrigen Kosten positiv aus. Die Aktien von 1&1 Drillisch und der Konzernmutter United Internet legten jeweils um mehr als fünf Prozent zu. Für Telefónica Deutschland und die Papiere der Deutschen Telekom ging es mit moderaten Gewinnen zumindest leicht nach oben.

Gerade 1&1 Drillisch und United Internet waren zuletzt deutlich unter Druck geraten, nachdem sie für den Fall einer Ersteigerung von 5G-Frequenzen eine drastische Dividendenkürzung angekündigt hatten.

pbe/Reuters/AFP



insgesamt 31 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
muunoy 03.04.2019
1. Eine gute Nachricht
Wenn der Staat diesmal nicht so viel abgreift, bleibt hoffentlich mehr Geld für Investitionen in die Infrastruktur übrig. Es kann nicht sein, dass Deutschland aufgrund der Gier des Staates ein schlechteres Mobilfunknetz hat als die Länder, welche deutsche Steuerzahler im Rahmen der Euro-Rettungspolitik stützen müssen.
komatzu 03.04.2019
2. mindestpreis
da hätte der Staat ja auch ein Minimumbvon 3 Mrd festsetzen können. ab da geht es dann los
Wolfski 03.04.2019
3. 5G ist für Normalbürger....
.....völliger Blödsinn! Short Range, Funkschatten - 98% Abdeckung? Hier werden wir wieder von der Politik vorgeführt! Ländliche Gebiete abdecken? Das ist ein WITZ! Weder LTE noch irgendwas funktionierrt an meinem Standort. Übrigens auch zum großen Teil im größten Industriepark NRWs auch nicht. Und nun soll - oh Zauber!!!- alle 100m ein Mast aufgestellt werden damit alle 5G haben? Long Range 5G dauert noch Jahre! Bitte lieber Spiegel, schreibnt auch das mal in Eure Berichterstattung! Das jetzt versetigerte 5G ist ausschliesslich für die Industrie in ihren heiligen Hallen nutzbar- für Normalbürge EBEN NICHT bzw. kaum! Die Politik hätte ja wenigstens sagen können "5G nur für den der auch LTE FLÄCHENDECKEND anbietet". Aber das kommt Frau Bär und den anderen Witzfiguren nicht in den Sinn. Ergo: auf dem land leben ist zwar schön-aber leider bleibt man aussen vor. Ausser bei der Mitfinanzierung der Ballungsräume. Die gesamte Digitalpolitik in Deutschland ist ein Desaster und ein Paradebeispiel für TOTALVERSAGEN-sowohl in der Informatiuon der Bürger als auch im Dienst an den Bürger!
Nonvaio01 03.04.2019
4. der troll wieder
Zitat von muunoyWenn der Staat diesmal nicht so viel abgreift, bleibt hoffentlich mehr Geld für Investitionen in die Infrastruktur übrig. Es kann nicht sein, dass Deutschland aufgrund der Gier des Staates ein schlechteres Mobilfunknetz hat als die Länder, welche deutsche Steuerzahler im Rahmen der Euro-Rettungspolitik stützen müssen.
keine ahnung aber mal nachplappern was die konzerne sagen. Stellvertretend fuer alle. Man kann ganz einfach googeln was in anderen laendern gezahlt wurde, teil man das dann durch die verfuegbaren nutzter (kann man auch googeln) wird man sehen wie wenig die Firmen in D fuer die Lizensen gezahlt haben. Denn nur so erhaelt man ein korrektes bild. Es ist dann schon verwunderlich wie Firmen das in anderen laendern hibekommen 100% 4G abdeckung und auch nich viel billigere tarife wo 4G daten flat fuer 20€ im monat normal ist. Es liegt nur an den deutschen das die sich so abzocken lassen. Und dann muss man hier immer wieder von den trollen lesen das es ja die schuld der regierung ist.....was fuer eine falsch aussage...fast schon gewillte fake news....die telekom trolle sind immer die ersten bei solchen meldungen. Fakten luegen eben nicht, und zahlen schon mal garnicht, von daher ist das argument welches Sie anbringen schlicht weg falsch, da es keiner faktischen pruefung standhaelt.
poseidon1966 03.04.2019
5. @muunoy
Abwarten. Wenn es so käme wie Sie hoffen wäre vielleicht was erreicht. Ganz ehrlich: glaube ich nicht. Die Politiker in Berlin sind nicht mehr als die Hans-Würste der Industrie - mit vielleicht sehr wenigen Ausnahmen. In der Regierung und den sie tragenden Parteien ist jedenfalls kein(e) Einzige(r), dem das Wohl des ganzen Volkes am Herzen liegt. Eher schon das durch "Nebenjobs" gut gefüllte Portemonnaie. Für uns Normalbürger wird 5G ein Wunschtraum bleiben, so wie LTE. Meine Erwartung ist schlichtweg: Keine. Was auch immer zum Nutzen und Vorteil der Bürger wäre wird nicht erreicht oder gar begonnen umzusetzen. Geht es aber um die Industrie oder große Kapitalgesellschaften, ist alles möglich: von der Steuerbefreiung bis zur Subvention oder alles zusammen. Also, Hoffen Sie nichts, dann werden Sie nicht enttäuscht.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.