Anmeldeschluss für 5G-Frequenzauktion Mobilfunk-Discounter will Netzbetreiber werden

Am Freitag ist Anmeldeschluss: Bis zum Nachmittag müssen sich Firmen registrieren, die eigene 5G-Mobilfunknetze aufbauen wollen. Neben den drei großen Netzbetreibern will sich auch 1&1 Drillisch beteiligen.

5G-Schriftzug auf der Elektronikmesse CES
DPA

5G-Schriftzug auf der Elektronikmesse CES


Beim ultraschnellen Mobilfunkstandard 5G steht an diesem Freitag ein nächster wichtiger Verfahrensschritt an. Bis 15 Uhr am Nachmittag müssen interessierte Telekommunikationsfirmen bei der Bundesnetzagentur Unterlagen einreichen, damit sie bei der Auktion von 5G-Frequenzen mitbieten können. Die Behörde prüft die Dokumente und gibt einige Wochen später Antwort, ob die Firmen zugelassen werden. Die eigentliche Versteigerung wiederum soll frühestens Ende März in Mainz stattfinden.

Derzeit gibt es in Deutschland drei Mobilfunk-Netzbetreiber: die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (mit O2). Telefónica hat bereits mitgeteilt, abermals mitbieten zu wollen. Man sehe "in 5G insbesondere für die Wirtschaft im Rahmen von Industrie 4.0 erhebliche Chancen", hieß es von dem Unternehmen. "Hier ergeben sich durch den neuen Mobilfunkstandard neue, innovative Anwendungsmöglichkeiten." Es gilt als sicher, dass auch Vodafone und Deutsche Telekom fristgerecht Unterlagen bei der Netzagentur einreichen.

Auch ein Neueinsteiger ist mit von der Partie: Der Mobilfunk-Discounter 1&1 Drillisch, eine Tochterfirma von United Internet aus Montabaur in Rheinland-Pfalz, will mitsteigern und sich damit zum Bau eines eigenen Netzes verpflichten. Das dürfte den Wettbewerb am deutschen Mobilfunkmarkt ankurbeln - aus Sicht von Experten wird der Endverbraucher davon vermutlich profitieren, da er für weniger Geld mehr Leistung bekommen könnte.

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mak/dpa



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