5G und künstliche Intelligenz Es war einmal ein Exportweltmeister

Ein "Start-Ziel-Debakel" sei die Digitalpolitik der Bundesregierung, schrieb Sascha Lobo. Ob 5G oder künstliche Intelligenz - die Große Koalition enttäuscht ihn. Im Podcast reagiert Lobo auf Leserzuschriften.

5G-Symbol auf der Hannover Messe
JENS SCHLUETER/EPA-EFE/REX

5G-Symbol auf der Hannover Messe


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #90 - 5G und künstliche Intelligenz: Wir können uns den Wohlstand bald ans Faxgerät schmieren

Deutschland könne sich die Exportweltmeisterschaft und seinen Wohlstand bald "ans Faxgerät schmieren", schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Denn die Bundesregierung habe völlig untaugliche politische Rahmenbedingungen für den 5G-Ausbau sowie für die Förderung von Maschinellem Lernen geschaffen und gefährde damit die Zukunftsfähigkeit des Landes.

Das "Start-Ziel-Debakel als digitales Regierungskonzept" sei hierzulande eine lange, traurige Tradition. Die Folgen der mangelhaften Förderung von Zukunfts - oder eher: Gegenwartstechnologien würden auf Jahrzehnte bestehen bleiben. Der neue Mobilfunkstandard 5G werde zum Beispiel in Südkorea schon in der Praxis erprobt, und selbst einzelne chinesische Regionen investierten erheblich mehr in künstliche Intelligenz als die Bundesrepublik. Kein Wunder also, dass Deutschland international bereits als "zurückgefallen" gelte. Im Podcast fragt sich Lobo, warum die Bundesregierung nicht aus früheren Fehlern lernt, und er geht auf Kommentare seiner Leser ein.

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insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
K:F 28.04.2019
1. Werteunion und deren Politikclowns sollen Zukunft gestalten?
Mehr Lacher gibt es nicht. Diese "Profis" hängen so an dem überkommenden -Exportweltmeisert und schwarze Null Theorem-, das einem schlecht werden kann. Es zeichnen sich schon lange Defizite im Bereich Informationstechnologie ab. Der Exportboom ist lang vorbei. Nur Merkel pennt und quatsch von "Deutschalnd geht es so gut wie nie". Nichts ist vorbeireitet. Gar nichts.
In-Golf 28.04.2019
2. Der Autor weiss nicht, was "Digital" ist.
Digitale Daten sind lediglich die Umwandlung von Ziffernfolgen in binäre Informationen. Das kommt davon, wenn jemand noch nicht einmal Informatik studiert hat und über die "Digitale Welt" (also eine in Binärcode dargestellte Welt) schwätzt und es selbst nicht weiss.
ropowinz 28.04.2019
3.
Eines nicht allzu fernen Tages wird Herr Lobo feststellen, dass das Verhalten dieser Regierung sinnvoll ist. Gemäss des Club of Rome, der die Wachstumsgläubigkeit in ein Endliches veränderte, ist es klar und deutlich, dass der Mensch eine begrenzte Fäfigkeit zur Digitalisierung hat. In einem Bereich ist die Aufnahmefähigkeit bereits erreicht. Der Gleichzeitigkeit. Das ist etwas für Menschen kaum verständlich. Es wird in nächster Zeit ein Erklärung von Wissenschaftler geben müssen, die bestimmt, wie weit die Digitalisierung geht. Unendliche Digitalisierung wird die Menschen ins Mittelalter zurückwerfen. ropowinz
frider 28.04.2019
4. Zugpferde?
Wer aus Angst vor dem Neuen nur Bewahrer in die Regierung beruft braucht sich nicht zu wundern wenn nur noch Rückschritt und Stillstand folgt. Der Milchkannenspruch und die geringe Aufregung aus der Regierungsreihe auf den Spruch zeigt deutlich daß die Damen und Herren an der Spitze alte kraftlose Ackergäule sind und keine Zugpferde.
nikaja 28.04.2019
5. eigene Meinung bilden
Inwieweit sind die Mandatstraeger im BT ueberhaupt faehig sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Minister deligieren zu Hauf an die McKinseys und der Abgeornete aus Hintertupfing wird dann wahrscheinlich sagen"passt scho"und damit ist unbekannter Boden abgehandelt. Exportweltmeister und schwarze Null liegen im Bereich des Bekannten und beruhigen, alles Darueberhinausgehende wie KI und 5G etc ist Minenfeld. Das Durchnittsalter und der Bildungsstand der Abgeordneten erhoehen die Wahrscheinlickeit von "Bahnhof". Viele Kulturen hatten ihre Bluetezeit und sind irgendwann mal untergegangen. Es wird der Germanischen nicht anders ergehen..
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