Apple-Chef Cook Entsperrung von iPhones wäre "schlecht für Amerika"

Der Apple-Chef verteidigt die Entscheidung, das iPhone eines Terrorverdächtigen nicht zu entsperren - trotz Drucks von FBI und CIA.
Tim Cook (l.) bei ABC "News": "Eine harte, aber richtige Entscheidung"

Tim Cook (l.) bei ABC "News": "Eine harte, aber richtige Entscheidung"

Foto: AP/dpa

Apple-Chef Tim Cook hat die Position seines Konzerns verteidigt, US-Behörden nicht bei der Entschlüsselung von iPhones zu unterstützen. Es sei eine harte, aber richtige Entscheidung gewesen, sagte Cook dem Fernsehsender ABC. Der Forderung des FBI nachzugeben, wäre "schlecht für Amerika".

Es war Cooks erstes Interview zu dem Fall. Vergangene Woche hatte die Bundespolizei Apple aufgefordert, bei der Entschlüsselung des iPhones eines der Attentäter von San Bernadino zu helfen.

Experten des FBI versuchen seit Monaten, an die Daten heranzukommen, doch ohne Erfolg. Ihr Problem ist eine Technologie, die Apple und Google 2014, als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen, eingeführt haben.

Das FBI argumentiert in dem Streit mit Apple, es gehe lediglich um Hilfe in einem Einzelfall. Apple hingegen warnt, dass ein solcher Schritt die Technik angreifbarer für Spähangriffe von Behörden oder Cyberkriminellen mache.

sun/AP