Streit mit FBI Tech-Giganten stehen Apple bei

Apple bleibt hart: Der Konzern will dem FBI beim iPhone-Hacken nicht helfen. Jetzt bekommt das Unternehmen laut Medienberichten Unterstützung - von Google, Facebook und Microsoft.
Bauarbeiter vor Apple-Logo: Der Konzern streitet mit dem FBI

Bauarbeiter vor Apple-Logo: Der Konzern streitet mit dem FBI

Foto: © Bobby Yip / Reuters/ REUTERS

Im Streit über das Entsperren eines iPhones bleibt Apple auf Konfrontationskurs zur US-Regierung. Das Unternehmen forderte am Donnerstag von einem Gericht in Kalifornien die Einstellung eines Verfahrens. Das Gericht hatte Apple angewiesen, dem FBI beim Entsperren des iPhones zu helfen, das von dem Attentäter von San Bernardino genutzt worden war.

In dem neuen Schreiben von Apple heißt es : "Kein Gericht hat jemals das erlaubt, was die Regierung nun versucht. Kein Gesetz rechtfertigt eine derart uneingeschränkte und umfassende Auslegung der Verfahrensregeln, und die Verfassung verbietet es." Das Justizministerium und das FBI versuchten, sich mithilfe dieses Falls eine gefährliche Macht zu verschaffen, warnte Apple.

Apple-Chef Tim Cook machte am Donnerstag deutlich, dass er bereit ist, den Fall bis zum Obersten Gericht der USA durchzufechten. Er schlug ein Treffen mit Präsident Barack Obama vor. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht darauf.

Viele Konzerne wollen Apple unterstützen

Auf Unterstützung kann Apple von anderen Tech-Konzernen hoffen - diesen dürfte bewusst sein, dass Apples Auseinandersetzung mit dem FBI für das gesamte Silicon Valley von Bedeutung ist.

Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf Insider , die Google-Mutterfirma Alphabet, Facebook und Microsoft wollten sich bei Gericht in Form einer sogenannten Amicus-Curiae-Stellungnahme für Apple aussprechen. Die Initiative soll auch noch von mindestens einem weiteren, bislang unbekannten Tech-Konzern unterstützt werden.

Twitter möchte Apple ebenfalls beistehen, schreibt das "Wall Street Journal", bislang sei aber unklar, ob sich der Dienst an einer gemeinsamen Stellungnahme beteiligen werde. Die "Seattle Times" berichtet , auch Amazon habe konkrete Überlegungen, Apple zu unterstützen. Ähnliches berichtet "BuzzFeed"  über die etwas kleineren Firmen Slack und Box, die beide Messaging-Software für Gruppen und Firmen anbieten.

Wie CNN in einer Übersicht aufzeigt , haben die Apple-Konkurrenten - die in diesem Fall mehr wie Verbündete wirken - noch bis Donnerstag Zeit, ihre Stellungnahmen einzureichen. Am 3. März endet die Deadline für mögliche Eingaben Dritter.

mbö/AP/dpa/Reuters