Facebook-Flashmob Jetzt wollen schon 1,5 Millionen Nutzer Area 51 stürmen

Facebook-Veranstaltungen sind aus der Zeit gefallen? Von wegen. Am Sturm einer US-Militärbasis in Nevada wollen sich mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Nutzer beteiligen - das bestätigen sie zumindest per Klick.

Auf dem Gelände von Area 51 werden seit Jahrzehnten Aliens vermutet - die hier jedoch sind harmlos, sie machen auf der Messe E3 Werbung für ein Videospiel
AFP

Auf dem Gelände von Area 51 werden seit Jahrzehnten Aliens vermutet - die hier jedoch sind harmlos, sie machen auf der Messe E3 Werbung für ein Videospiel


Eindringen in militärisches Sperrgebiet? Das klingt nicht nach der besten Idee. Auf Facebook aber erzeugt der Aufruf, in einer Art Flashmob die US-Luftwaffenbasis Area 51 zu stürmen, weiter Begeisterung. Rund 1,5 Millionen Nutzer haben bis Mittwoch ihre Teilnahme an einer entsprechenden Aktion bestätigt. Mehr als eine weitere Million Nutzer hat zudem zumindest ein "Interesse" an der für September geplanten Erstürmung öffentlich zu Protokoll gegeben.

Area 51 liegt im US-Bundesstaat Nevada und ist ein Testgelände für Experimentalflugzeuge. Erst 2013 wurde die Existenz der Anlage durch die CIA explizit bestätigt, dabei ist sie bereits seit den Fünfzigerjahren Bestandteil verschiedenster Ufo- und Verschwörungstheorien, die dem US-Militär zum Beispiel vorwerfen, dort Außerirdische zu verstecken.

Nicht ganz ernst gemeint

Die Initiatoren der Aktion "Sturm auf Area 51" rufen dazu auf, sich am Morgen des 20. September vor dem Touristenzentrum des Luftwaffenstützpunkts in der Wüste von Nevada zu treffen. "Wenn wir rennen wie Naruto, sind wir schneller als ihre Kugeln", erklärten sie auf Facebook. Bei Naruto handelt es sich um den Helden aus einer gleichnamigen japanischen Manga-Reihe, der für seine besondere Lauftechnik bekannt ist, mit der er den Luftwiderstand verringert.

Im Netz sorgt der Plan, den wohl nur ein Bruchteil der Facebook-Nutzer ernst meint, für viel Wirbel. Zahlreiche Fans diskutierten etwa auf Twitter darüber, wie sich die Wachen vor der Militärbasis am besten ablenken ließen. Mitinitiator Jackson Barnes betonte derweil: "Hallo US-Regierung, es handelt sich um einen Scherz, ich habe nicht wirklich vor, diesen Plan umzusetzen."

Die US-Luftwaffe findet die Spaßaktion offenbar nicht lustig. "(Area 51) ist ein offener Trainingsbereich für die US-Luftwaffe", wird sie in der "Washington Post" zitiert, "und wir raten jedem davon ab, in das Gebiet einzudringen, in dem wir amerikanische Streitkräfte ausbilden."

cva/AFP



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