Europäische Urheberrechtsreform "Schlag in die Fresse der Digitalos"

Am Dienstag stimmt das EU-Parlament über die Urheberrechtsreform ab. In seiner Kolumne hat Sascha Lobo vor den Folgen gewarnt. Im Podcast reagiert er nun auf Leser-Kommentare.

Protest gegen die Urheberrechtsreform auf Wikipedia (Symbolbild)
Sebastian Gollnow/DPA

Protest gegen die Urheberrechtsreform auf Wikipedia (Symbolbild)


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #85 - EU-Urheberrechtsreform: Lasst uns nicht auf diese Fake-Reform hereinfallen!

Kreative dürften nicht auf die "Fake-Reform" hereinfallen, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne über die Urheberrechtsreform. Der Richtlinienentwurf sei in seiner jetzigen Fassung vor allem eine "Reform von Verwertern für Verwerter".

In seiner Kolumne erklärt er, warum die Debatte um Uploadfilter nur vorgeschoben ist, was der aktuelle Entwurf für Kreative verändern würde und warum vor allem die Verleger profitieren würden. Er glaubt, dass es noch nicht zu spät ist, die Reform zu verhindern - und fordert seine Leser auf, selbst aktiv zu werden. Im Podcast kommentiert Sascha Lobo Reaktionen von Lesern.

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insgesamt 132 Beiträge
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Seite 1
kr-invest 24.03.2019
1. Verwerter
Das wird spannend. Klar stört es die Copyright-Besitzer, wenn die YouTuber die Inhalte verwenden. Aber die Besitzer der Copyrights werden merken, dass die YouTuber Mehrwert generieren. Viele der Inhalte wären längst vergessen und wertlos, wenn nicht die YouTuber mit ihren Followern sie wieder ausgraben würden und mit neuem Leben erfüllen würden. Wer hätte schon "Sounds of Silence" wieder gehört, aber plötzlich war es wieder groß. Die Industrie schadet sich damit nur selbst, weil sie die Lebensdauer ihrer eigenen Produkte auf den einen Moment reduziert an dem es offiziell gezeigt wird. Vieles ist zwei Wochen später schon wieder vergessen. YouTube und den anderen Großen wird es auch nicht schaden, weil sie die einzigen sind, die stae-of-the-art upload Filter bauen können. Die kleinen Konkurrenten sind damit weg, oder werden ständig gegen die Illegalität kämpfen müssen.
jjcamera 24.03.2019
2. Spaß
Warum sollte es die "Meinungsfreiheit" schützen, wenn Youtube, Facebook und Co ihre Gewinne optimieren, ohne die Urheber angemessen beteiligen zu müssen? Die "Meinungen", die da täglich in den sozialen Medien kursieren, führen zu der von vielen beklagten Verrohung der Gesellschaft und ihrer Sprache im Umgang miteinander. Es sollte ein Gesetz geben, das das verhindert? Na dann, viel Spaß dabei.
claus7447 24.03.2019
3.
Zitat von kr-investDas wird spannend. Klar stört es die Copyright-Besitzer, wenn die YouTuber die Inhalte verwenden. Aber die Besitzer der Copyrights werden merken, dass die YouTuber Mehrwert generieren. Viele der Inhalte wären längst vergessen und wertlos, wenn nicht die YouTuber mit ihren Followern sie wieder ausgraben würden und mit neuem Leben erfüllen würden. Wer hätte schon "Sounds of Silence" wieder gehört, aber plötzlich war es wieder groß. Die Industrie schadet sich damit nur selbst, weil sie die Lebensdauer ihrer eigenen Produkte auf den einen Moment reduziert an dem es offiziell gezeigt wird. Vieles ist zwei Wochen später schon wieder vergessen. YouTube und den anderen Großen wird es auch nicht schaden, weil sie die einzigen sind, die stae-of-the-art upload Filter bauen können. Die kleinen Konkurrenten sind damit weg, oder werden ständig gegen die Illegalität kämpfen müssen.
Und warum kann YouTube nicht etwas vom werbekuchen abgegeben. Gilt Egoismus First auch hier?
Dieter Koll 24.03.2019
4. mal davon abgesehen....
Zitat von kr-investDas wird spannend. Klar stört es die Copyright-Besitzer, wenn die YouTuber die Inhalte verwenden. Aber die Besitzer der Copyrights werden merken, dass die YouTuber Mehrwert generieren. Viele der Inhalte wären längst vergessen und wertlos, wenn nicht die YouTuber mit ihren Followern sie wieder ausgraben würden und mit neuem Leben erfüllen würden. Wer hätte schon "Sounds of Silence" wieder gehört, aber plötzlich war es wieder groß. Die Industrie schadet sich damit nur selbst, weil sie die Lebensdauer ihrer eigenen Produkte auf den einen Moment reduziert an dem es offiziell gezeigt wird. Vieles ist zwei Wochen später schon wieder vergessen. YouTube und den anderen Großen wird es auch nicht schaden, weil sie die einzigen sind, die stae-of-the-art upload Filter bauen können. Die kleinen Konkurrenten sind damit weg, oder werden ständig gegen die Illegalität kämpfen müssen.
dass Disturbed keine Youtuber sind oder waren, als sie Sound of Silence gecovert haben..... erst durch diesen "Vergessenen Song" sind sie doch erst einer breiten Masse bekannt geworden. Der Mehrwert wurde also erst durch diese alten Songs erzielt. Dazu kommt, dass diese Coverversion auch noch unglaublich schlecht ist. Nur ein Mensch, der selbst nie etwas kreatives geschaffen hat, kommt auf die Idee, dass irgendein Mensch, der ein Video aus Bildern und Songs in Netz stellt, für die Erschaffer dieser Bilder/Songs einen Mehrwert schafft. Allerdings kann das jeder ja machen...aber dann dafür zahlen, dass er die Kreativität eines anderen nutzt, weil ihm/ihr selbst nicht einfällt.
Fairplayground 24.03.2019
5. Diebstahl bleibt Diebstahl
Ob der Dieb nun groß ist oder klein: Niemand hat das Recht, einfach das geistige Eigentum eines anderen zu klauen. Da hört auch im Internet der Spaß auf. Ich hoffe, die EU-Politiker lassen sich von Google und Co. nicht ins Bockshorn jagen. Alles sofort und umsonst: Irgendwer muss diesen Wildwest-Methoden endlich Einhalt gebieten. YouTube muss zahlen, sOnst kann man demnächst auch anderswo die Löhne abschaffen. Hier erklären immer wieder neunmalkluge Anhänger der Gratiskultur unter dem Großtransparent "Meinungsfreiheit", dass Autoren und Urheber bitte die Klappe halten sollen. Damit betreiben sie das Geschäft von YouTube und Co..
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