Außenministertreffen Assange muss in Ecuadors Botschaft bleiben

Seit einem Jahr sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Briten würden ihn gern nach Schweden ausliefern, wo er wegen Vergwaltigungsvorwürfen aussagen soll. Ein Treffen der Außenminister von Ecuador und Großbritannien verlief "ohne Fortschritt".

Ecuadors Botschaft in London: Besuch bei Julian Assange.
REUTERS

Ecuadors Botschaft in London: Besuch bei Julian Assange.


London - Am Montagmorgen hat Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño seinen britischen Amtskollegen William Hague zu einem Gespräch über Julian Assange getroffen. In London berieten die beiden Politiker 45 Minuten über die Zukunft des seit fast einem Jahr dort ausharrenden WikiLeaks-Gründers. Doch das Gespräch brachte keinen Durchbruch. Die beiden Außenminister einigten sich lediglich darauf, eine "Arbeitgruppe zu gründen, die eine diplomatische Lösung" finden soll, teilte die britische Seite mit.

Patiño war bereits am Sonntag nach London gekommen und traf sich zu einem vorbereitenden Gespräch mit Assange am Abend. Der "Guardian" zitiert Patiño mit der Aussage, Assange sei "guter Laune" gewesen und dass trotz der "Einschränkungen in seiner Unterkunft". Seine Regierung werde sich auch weiterhin für Assanges Menschenrechte einsetzen. Bereits im August 2012 gewährte ihm Ecuador offiziell politisches Asyl.

Seit Juni 2012 sitzt der WikiLeaks-Chef Assange nun in der ecuadorianischen Botschaft in London fest - der Jahrestag seines Aufenthaltes dort ist der Mittwoch dieser Woche. Er flüchtete, um sich einer Auslieferung nach Schweden zu entziehen, wo er zu Vergewaltigungsvorwürfen Stellung nehmen soll. Die durchgehende Überwachung der Botschaft durch die britische Polizei kostete Großbritannien bis März etwa etwa 3,3 Millionen britische Pfund.

kpg/dpa/reuters



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woffi22 17.06.2013
1. Sehr sinnvolle Geldausgabe
- ironie.
hdudeck 17.06.2013
2. Ihr Kommentar strosst nur so
von Vorurteilen und Hass. Lassen Sie mich raten, Ihr Name ist in Wirklichkeit Alice Schwartzer und Sie haben es immer noch nicht verdaut, das Sie mit dem Freispruch von Jörg Kachelmann eine Krachende Niederlage erlitten haben.
lew111 17.06.2013
3. Genug Dampf abgelassen?
Sie wollen nur Dampf ablassen und haben die Geschichte nicht besonders intensiv verfolgt, nicht wahr? Assange hat nach europäischen Verständnis (außer Schweden) keine Vergewaltigung begangen. Ausserhalb Schweden wäre es wohl nicht mal möglich ihm sexuelle Nötigung vorzuwerfen. Nicht wenige Schweden meinen, das die Justiz in diesem Fall unrechtmäßig handelt. Leider ist es nicht mehr möglich in den schwedischen Medien darüber zu diskutieren wie hier bei SPON. Das sagt wohl alles
deus-Lo-vult 17.06.2013
4.
Zitat von sysopREUTERSSeit einem Jahr sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Briten würden ihn gern nach Schweden ausliefern, wo er wegen Vergwaltigungsvorwürfen aussagen soll. Ein Treffen der Außenminister von Ecuador und Großbritannien verlief "ohne Fortschritt". http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/assange-gespraeche-ecuadors-und-grossbritanniens-ohne-fortschritt-a-906097.html
Warum schon wieder eine Meldung dazu? Lasst den Egomanen in der Botschaft versauern und gut.
Coiote 17.06.2013
5. Vergewaltigungsvorwurf nur vorgeschoben
Zitat von sysopREUTERSSeit einem Jahr sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Briten würden ihn gern nach Schweden ausliefern, wo er wegen Vergwaltigungsvorwürfen aussagen soll. Ein Treffen der Außenminister von Ecuador und Großbritannien verlief "ohne Fortschritt". http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/assange-gespraeche-ecuadors-und-grossbritanniens-ohne-fortschritt-a-906097.html
Es wäre für die schwedische Justiz ein Leichtes, die Aussage Assanges in der ecuadorianischen Botschaft aufzunehmen, oder Assange öffentlich zuzusichern, dass er nicht an die USA oder Drittstaaten ausgeliefert wird. Weshalb wollen die Schweden das nicht? Es ist sonnenklar, dass es hier lediglich um eine Auslieferung an die USA geht, wegen Wiki-Leaks. Für die Vegewaltigung nach schwedischen Maßstäben (Sex ohne Kondom), würde man niemals so einen Aufwand treiben. Daher ist der Vergewaltigungsvorwurf offenbar nur vorgeschoben. Es gibt keine andere plausible Erklärung für die Vorgänge bzgl. Assange.
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