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15. August 2014, 08:42 Uhr

Bitcoin

Ebay-Tochter verhandelt über Einführung von virtueller Währung

Bisher ist Bitcoin vor allem wegen krimineller Geschäfte in die Schlagzeilen geraten. Künftig könnte auch ein zu Ebay gehörender Zahlungsdienstleister die virtuelle Währung akzeptieren. Erste Gespräche sollen schon laufen.

Bitcoin könnte mehr Akzeptanz im Online-Geldverkehr erfahren: Der zu Ebay gehörende Zahlungsabwickler Braintree soll Gespräche über eine Einführung der virtuellen Währung führen, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Eingeweihte berichtet.

Das Digitalgeld könnte so einen kräftigen Schub erhalten, denn Braintree wickelt Zahlungen ab für Firmen wie den Bettenvermittler Airbnb, den Fahrdienst Uber oder den Restaurant-Reservierer OpenTable. Ebay hatte Braintree im September 2013 gekauft und führt es als Sparte der Zahlungseinheit PayPal.

Dem Zeitungsartikel zufolge erwägt man bei Ebay, bei Braintree erste Tests mit Bitcoin zu machen. Zu diesem Zweck werde derzeit mit einigen Firmen aus der Branche verhandelt, darunter die Online-Börse Coinbase. Es sei jedoch möglich, dass auch Ebay und PayPal mit der Zeit Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

Traum der Cypherpunks

Solche Andeutungen hatte Ebay-Chef John Donahoe bereits in der "Financial Times" gemacht. "Digitalwährungen werden sich zu einer sehr mächtigen Sache entwickeln", sagte er dem Blatt im November 2013. Sein Unternehmen sei dabei, das Spektrum der akzeptierten Zahlungsmittel zu erweitern, hieß es bereits damals.

Auch der einstige Wirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hält Crypto-Währungen offenbar für ein zukunftsträchtiges Geschäft. Guttenberg ist als Berater beim amerikanischen Start-up Ripple Labs eingestiegen, bei dem virtuelle Währungen getauscht werden können.

Bitcoin gibt es seit 2009, sie werden vor allem bei Geschäften im Internet angewendet und sollen Geldwirtschaft unabhängig von Zentral- und Geschäftsbanken möglich machen. Für die anarchischen Cypherpunks geht damit ein Traum in Erfüllung - Verbraucherschützer hingegen warnen wegen mangelnder Einlagensicherung, Hackerattacken und extremen Kursschwankungen vor der digitalen Währung.

ore/dpa

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