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06. November 2015, 06:34 Uhr

Internet

Bundestag schafft Routerzwang ab

Kunden dürfen künftig selbst entscheiden, mit welchen technischen Geräten sie ins Internet gehen. Das hat der Bundestag beschlossen. Im Bundesrat regt sich zwar Widerstand - stoppen kann die Kammer das Gesetz aber nicht.

Internet-Provider in Deutschland können ihre Kunden nicht länger zwingen, bei der Einwahl ins Netz eine bestimmte Hardware zu verwenden. Der Bundestag hat einstimmig die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs beschlossen.

Die Anbieter von Breitband-Internetanschlüssen schrieben ihren Kunden bislang vor, welche Modem- oder Routermodelle sie zur Einwahl ins Netz benutzen müssen. Sie definierten die Geräte einfach als Teil ihres Netzes, über das allein sie verfügen dürfen. Das neue Gesetz definiert nun aber die Anschlussdose an der Wand als "Netzabschlusspunkt" und lässt damit den Kunden die freie Wahl, welchen Router sie benutzen möchten.

Der Routerzwang steht seit Jahren in der Kritik. Etwa, weil immer wieder Sicherheitslücken in Routern bekannt werden. Von diesen sind oft zahlreiche Kunden bestimmter Provider betroffen sind, weil sie gezwungen sind, das entsprechende Gerät zu verwenden.

Widerstand gegen die Neuregelung regt sich allerdings im Bundesrat, weil mehrere Kabelnetzbetreiber wie UnityMedia die Reform ablehnen. Die Länderkammer kann das Gesetz allerdings nicht stoppen, sondern allenfalls verzögern.

kev/dpa

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