Kurz vor ihrer Freilassung aus dem Gefängnis blickt die Ex-WikiLeaks-Informantin Chelsea Manning zuversichtlich in die Zukunft. "Zum ersten Mal sehe ich für mich eine Zukunft als Chelsea", sagte Manning.
Manning hieß früher mit Vornamen Bradley und hatte in der Haft eine Geschlechtsumwandlung vollzogen. Sie soll am 17. Mai vorzeitig entlassen werden, nachdem ihr der frühere Präsident Barack Obama im Januar einen Großteil ihrer 35-jährigen Strafe erlassen hatte. Es war eine seiner letzten Amtshandlungen.
"Ich kann mir vorstellen, als die Person, die ich bin, zu überleben und zu leben", teilte die 29-Jährige in ihrem schriftlichen Statement mit. Mit ihren Freunden und anderen geliebten Menschen wolle sie die "Freiheit" erfahren, nachdem im Militärgefängnis ihre Gesundheitsversorgung und Autonomie eingeschränkt worden seien, unter anderem in der Form unfreiwilliger Haarschnitte.
Manning sitzt seit sieben Jahren im Militärgefängnis Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas. Die Einrichtung ist für besonders harsche Regeln bekannt. Oft wurde Manning in Isolationshaft gehalten. Während ihrer Haftzeit unternahm sie zwei Suizidversuche. Nun bedankte sie sich bei Obama sowie bei ihren Anwälten und den "zahlreichen Unterstützern".