Start der Corona-Einschränkungen Mobilfunkdaten zeigen leichten Rückgang der Mobilität

Die Deutschen sollen im November am besten zu Hause bleiben. Eine Auswertung von Mobilfunkdaten legt nun nahe, dass sich Nutzer tatsächlich weniger fortbewegen. Der Rückgang ist aber geringer als bei der ersten Corona-Welle.
Smartphone-Nutzer (Symbolbild): Weniger Bewegungen an Feiertagen und seit Beginn des November-Shutdowns

Smartphone-Nutzer (Symbolbild): Weniger Bewegungen an Feiertagen und seit Beginn des November-Shutdowns

Foto: Josep Rovirosa / imago images/Westend61

Zu Beginn der neuen bundesweiten Corona-Auflagen haben die Deutschen offenbar ihre Mobilität leicht eingeschränkt. Das geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes  hervor. Die Ergebnisse basieren auf anonymisierten Mobilfunkdaten.

Demnach ging die Mobilität deutschlandweit am vergangenen Montag um 3,7 Prozent und am Dienstag um 6,4 Prozent zurück. Gemessen wurde jeweils im Vergleich zu den entsprechenden Wochentagen der Vorwoche. Insbesondere Corona-Hotspots sind laut dem Bundesamt von dem Rückgang betroffen. "Allerdings gelten inzwischen nur noch wenige Regionen im Nordosten Deutschlands als Nicht-Hotspots", heißt es dazu in der Pressemitteilung .

Der Rückgang falle laut der Auswertung aber vergleichweise gering aus: In der ersten Corona-Welle Ende März sei die Mobilität im Vergleich zum März 2019 noch um mehr als 30 Prozent zurückgegangen; in den ersten beiden Tagen des November-Shutdowns liege der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr im Bundesdurchschnitt nur bei fünf beziehungsweise sechs Prozent.

Am Wochenende vor dem aktuellen Teil-Shutdown war es unterschiedlich: Die Mobilität ging am Reformationstag, also am 31. Oktober, in den nördlichen und östlichen Bundesländern deutlich zurück, während an Allerheiligen, dem 1. November, ein besonders starker Rückgang im Südwesten Deutschlands zu beobachten war. Damit werde deutlich, "wie stark die Mobilitätsentwicklung von externen Faktoren wie besonderen Kalender- und Wetterereignissen beeinflusst wird", hieß es aus Wiesbaden.

juh/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.