Datenleck Was die Depeschen-Affäre für WikiLeaks bedeutet

250.000 Botschaftsdepeschen sind unredigiert im Netz zu finden, Informanten der US-Diplomaten müssen um ihr Leben fürchten. Doch was bedeutet das WikiLeaks-Debakel für die Zukunft von Leaking-Plattformen? Ist WikiLeaks jetzt am Ende? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

WikiLeaks: Ist die Idee der Enthüllungsplattform am Ende?
DPA

WikiLeaks: Ist die Idee der Enthüllungsplattform am Ende?

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Hamburg/London - Es ist ein absolutes Desaster: Das gesamte WikiLeaks-Archiv geheimer US-Botschaftsdepeschen kursiert völlig unredigiert im Internet. Die Namen von Informanten sind für jedermann einsehbar.

Doch wer trägt die Verantwortung für das Datenleck? Die WikiLeaks-Betreiber knöpften sich am Donnerstag unter anderem den britischen "Guardian"-Reporter David Leigh vor. Rechtliche Schritte gegen ihn würden vorbereitet, hieß es. WikiLeaks wirft Leigh vor, er habe in seinem Buch über die Organisation "rücksichtslos und ohne Erlaubnis und im vollen Wissen das Entschlüsselungspasswort enthüllt". Leigh bezeichnete die Vorwürfe als Unsinn und erklärte, ihm sei versichert worden, es habe sich nur um ein temporäres Passwort gehandelt.

Die Schuldfrage dürfte noch lange für Debatten sorgen. Den in den Depeschen genannten Personen dürfte das wenig nützen. Bereits zuvor hatten US-Behörden gemahnt, dass die Enthüllung des gesamten unredigierten Archivs möglicherweise ernsthafte Konsequenzen für darin genannte Informanten und Aktivisten haben könnte.

insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
sappelkopp 01.09.2011
1. Wer auch immer zukünftig...
...Daten an die Veröffentlichungsplattformen geben will, sollte sich ganz genau überlegen, was er tut. Sonst wird er zum Spielball! Schade, eigentlich!
silenced 01.09.2011
2. <->
Ein weiterer Versuch WikiLeaks endgültig zu vernichten, das stinkt doch bis zum Himmel. Geniessen wir das bißchen Freiheit was wir noch haben.
Michael O., 01.09.2011
3. Nix "Spielball" ! Straftäter !
Zitat von sappelkopp...Daten an die Veröffentlichungsplattformen geben will, sollte sich ganz genau überlegen, was er tut. Sonst wird er zum Spielball! Schade, eigentlich!
Wenn Sie Festplatten der Bundeswehr oder Ähnliches online stellen, werden Sie nicht zum "Spielball", sondern zum Straftäter ! Und zwar zu Recht ! In Deutschland ganz genauso wie in den USA...
Adam Weishaupt, 01.09.2011
4. Schade?
Zitat von sappelkopp...Daten an die Veröffentlichungsplattformen geben will, sollte sich ganz genau überlegen, was er tut. Sonst wird er zum Spielball! Schade, eigentlich!
Im Gegenteil. Super dass es mit dem Spuk nun wohl hoffentlich bald vorbei ist! Die Typen haben die ganzen Jahre hindurch mit ihren Veröffentlichungen Menschen in Lebensgefahr gebracht. Habe mich immer schon gefragt, was dieser Profilneurotiker Assange wohl dazu sagen würde, wenn jemand mal *seine* Daten verpfeifen würde (wenns nach ihm geht, soll ja alles offen und verfügbar sein...;)
seppfrieder 01.09.2011
5. Am Ende noch nicht,
Zitat von sysop250.000 Botschaftsdepeschen sind unredigiert im Netz zu finden, Informanten der US-Diplomaten müssen um ihr Leben fürchten. Doch was bedeutet das WikiLeaks-Debakel für die Zukunft von Leaking-Plattformen? Ist WikiLeaks jetzt am Ende? Antworten auf die wichtigsten Fragen. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,783887,00.html
allerdings auf einem guten Weg. Jetzt fehlen nur noch die restlichen ähnlich gestrickten Seiten damit wieder Ruhe ist, das bekommen die Initiatoren aber auch noch gebacken. Kommt Zeit kommt Rat
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