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16. Dezember 2015, 08:16 Uhr

Neue Datenschutzregeln

Europas Internetnutzer bekommen mehr Rechte

Einfachere Beschwerdemöglichkeiten für Verbraucher und ein Recht auf Vergessen: Die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU steht - nach vier Jahren zäher Verhandlungen.

Kinder und Jugendliche in einigen europäischen Ländern könnten Facebook oder WhatsApp künftig bis zu einem Alter von 16 Jahren nur mit Zustimmung ihrer Eltern nutzen dürfen. Das ist eine der Neuerungen im Kompromiss zur Reform beim EU-Datenschutz. Darauf einigten sich Vertreter von EU-Kommission, Europaparlament und der Mitgliedsländer.

Außerdem können gegen Unternehmen Strafen von bis zu vier Prozent der Jahresumsätze verhängt werden, wenn sie gegen die Datenschutzregeln verstoßen.

Vier Jahre wurde über das Thema diskutiert: Nun soll die am Dienstagabend beschlossene Reform die Datenschutz-Grundverordnung von 1995 ersetzen. Ein zentrales Ziel ist, Europas Internetnutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu geben.

Die bisherigen Regeln sind veraltet und wurden in einzelnen Ländern unterschiedlich umgesetzt. Der Kompromiss muss noch formal vom EU-Ministerrat und dem EU-Parlament angenommen werden. Die neue Verordnung soll voraussichtlich Anfang 2018 in Kraft treten.

Auf diese Punkte haben sich die Parteien geeinigt:

vek/fab/dpa

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