Debatte um Pseudonyme Unionspolitiker unterstützen Googles Namenszwang

In Googles sozialem Netzwerk sind Pseudonyme verboten - und das ist auch gut so, finden der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl und sein CDU-Kollege Günter Krings. Im Internet könne es kein grundsätzliches Recht auf Anonymität geben. Netz-Aktivisten hatten Googles rigide Namenspolitik gerügt.

Hans-Peter Uhl (Archivbild): "Wir brauchen eine solche Kultur der Offenheit"
dapd

Hans-Peter Uhl (Archivbild): "Wir brauchen eine solche Kultur der Offenheit"


Berlin - Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, hat die Klarnamenpolitik im sozialen Netzwerk von Google gegen Kritiker verteidigt. Einen Tag nach dem Plädoyer mehrerer Netzaktivisten und Bundestagsabgeordneten für ein Recht aufs Pseudonym erklärte Uhl zusammen mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Günter Krings, die Entscheidung darüber liege letztlich beim Betreiber der Online-Plattform.

"Es kann im Internet ebenso wie in der realen Welt kein grundsätzliches Recht auf Anonymität geben", heißt es in der Erklärung. "Wir brauchen eine solche Kultur der Offenheit und keine Foren oder Netzwerke, in denen man sich feige in die Anonymität flüchten kann."

Nur in bestimmten Sondersituationen wie dem Kinder- und Jugendschutz könne Anonymität sinnvoll sein, meinten Uhl und Krings am Dienstag in Berlin. Ansonsten sei es aber "das tragende Prinzip einer offenen Gesellschaft", dass man mit dem echten Namen an Diskussionen teilnehme. "Für einen politischen Aufschrei mehrerer Abgeordneter gibt es ... keinen Grund."

Die Unterzeichner eines Offenen Briefes an Google-Europachef Philipp Schindler setzten sich für die Möglichkeit ein, sich mit einem Pseudonym im Sozialen Netzwerk Google+ anzumelden. Zu den 28 Erstunterzeichnern gehören auch zwei Abgeordnete der Unionsfraktion, Dorothee Bär (CSU) und Peter Tauber (CDU).

Auf den Unterschied zwischen Pseudonymen und einer anonymen Internetnutzung gehen die beiden Politiker nicht ein - einer der Unterzeichner, Falk Lueke, weist darauf hin, dass die geforderten Pseudonyme nicht gleichzusetzen seien mit Anonymität. Die Forderung mit nach außen hin sichtbaren frei wählbaren Namen bei Google+ würde zunächst nicht heißen, dass der Plattform-Betreiber die wahre Identität des Nutzers nicht kennen dürfen soll.

ore/dpa

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insgesamt 34 Beiträge
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Seite 1
ToertjeX 06.09.2011
1. oh nee
Uhl und Krings sind ja mutig so einen Schwachsinn unter Ihrem Klarnamen zu verbreiten...
stormy_weather 06.09.2011
2. CDU - gegen die Freiheit ...
Was mischt sich die CDU in die Angelegenheiten von Google ein. Das ist ein privates IT-Unternehmen, und wenn Google das für sich entscheidet, ist das okay, aber deren Sache und kein Politikum. Grundsätzliche Verbote daraus herleiten zu wollen finde ich unerträglich. Ich würde hier im SPON mit meinem Klarnamen nie und nimmer meine Meinung offen vertreten. Schon so werde ich genug von Andersdenkenen beleidigt und diffamiert. Und überhaupt: "feige in die Anonymität flüchten", wenn ich das schon lese, kriege ich die Wut! Politiker, die so etwas äußern, haben keine Ahnung. Große Denker und Schriftsteller haben unter einem Pseudonym geschrieben, schon vor Hunderten von Jahren. So viel Bildung würde ich bei einem Politiker voraussetzen, dass er das weiß. Herr Uhl sollte davon abstehen, anonyme Teilnehmer von Foren zu beleidigen.
Silverhair, 06.09.2011
3. Hintergrund
Ein kurzer Blick in Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Uhl offenbart seine Geistige Herkunft! Während seines Studiums schloss sich Uhl der Münchner Burschenschaft Rhenania (heute: Arminia-Rhenania, DB) an. Wie inzwischen wohl allen klar geworden ist finden sich dort vor allem Rechtsextreme - die inzwischen als Nazis ganze Dörfer und Landstriche terrorisieren! Wer in einem solchen Umfeld seine Meinung sagt unter "Klarnamen" riskiert ganz konkret den Besuch einer schlägkräftigen Gruppe von Schlägern, die jede öffentliche Äusserung danach unmöglich machen! Dieses Konzept eine "Öffentlichkeit zu fordern" und gleichzeitig die damit aufgedeckten zum Schweigen zu bringen ist allen Dikaturen gemeinsam - nicht nur die Nazis hatten damit den Erfolg von über 16 Mio Toten und deportierten! Und gerade die CSU ist dafür bekannt das sie überall - auch und sogar massiv im Rechtsextremen Umfeld fischen geht - eine Demokratische freiheitliche Partei würde sich anders verhalten schlichtweg! 1967 versuchte die CSU noch die Frauen unter "Männliche Aufsicht zu stellen" - und wie der letzte Parteitag doch zeigte ist diese Matcho Halungen, dieser Machtanspruch über jeden und alles bestimmen zu können immer noch fester Bestandteil dieser Leute! Oder kurz gesagt - Hans-Peter Uhl möchte gerne den Rechtsextremen und Unterdrückern von freiheitlicher Meinung die Türen öffnen um sie mit Gewalt, mit Gesetzen und Druck gegen alle Kritiker vorzugehen! Und ohne das einzeln aufzulisten - gegen "anonyme Meinungsäusserungen" finden sich massiv viele Leute die im Hintergrund ein rechtsextremes Gedankengut pflegen! Sollte einen dann doch sehr vorsichtig werden zu lassen diesen Leuten auf den Leim zu gehen!
Dyl Ulenspegel 06.09.2011
4.
welcher Partie gehören diese Herren noch mal an? Wenn ich es nicht besser wüßte, hätte ich auf SED getippt...
wunderkerze 06.09.2011
5. DDR oder was?!
Zitat von stormy_weatherWas mischt sich die CDU in die Angelegenheiten von Google ein. Das ist ein privates IT-Unternehmen, und wenn Google das für sich entscheidet, ist das okay, aber deren Sache und kein Politikum. Grundsätzliche Verbote daraus herleiten zu wollen finde ich unerträglich. Ich würde hier im SPON mit meinem Klarnamen nie und nimmer meine Meinung offen vertreten. Schon so werde ich genug von Andersdenkenen beleidigt und diffamiert. Und überhaupt: "feige in die Anonymität flüchten", wenn ich das schon lese, kriege ich die Wut! Politiker, die so etwas äußern, haben keine Ahnung. Große Denker und Schriftsteller haben unter einem Pseudonym geschrieben, schon vor Hunderten von Jahren. So viel Bildung würde ich bei einem Politiker voraussetzen, dass er das weiß. Herr Uhl sollte davon abstehen, anonyme Teilnehmer von Foren zu beleidigen.
Sehe ich ganz genauso! Erst will die CDU die Vorratsdatenspeicherung, jetzt den Klarnamenzwang... Ich hab kein Bock auf DDR! Ich dachte aus solchen Zeiten sei Deutschland raus?! Wer mit seinem richtigen Namen im Netz gegen Nazis wettert, wird am nächten Tag von großen Kerlen mit rasiertem Schädel und Bomberjacke besucht... Vielleicht ist das Beispiel übertrieben, aber ich empfinde ein Pseudonym eher als Schutz und nicht als "Flucht"
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