Cyberangriff auf Bundestag Deutsche Beamte beschuldigen russischen Militärgeheimdienst

Der Hackerangriff auf den Bundestag ist noch immer nicht aufgeklärt, die Bundesanwaltschaft ermittelt. Nach SPIEGEL-Informationen kennen deutsche Beamte den Urheber schon: einen russischen Geheimdienst.
Reichstagsgebäude in Berlin: Angriff aus Russland?

Reichstagsgebäude in Berlin: Angriff aus Russland?

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa

Die Hacker, die im vergangenen Jahr das interne Datennetz des Deutschen Bundestags über Wochen angegriffen haben, handelten nach Überzeugung deutscher Sicherheitsbehörden im Auftrag der russischen Regierung. Man schreibe die Cyberattacke "klar einem russischen militärischen Nachrichtendienst" zu, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Angriffe mit dem gleichen Muster habe es in den vergangenen Jahren mehrere gegeben, auch auf deutsche Rüstungsunternehmen und andere Nato-Staaten. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Wie der SPIEGEL weiter berichtet, ermittelt seit dem 15. Januar dieses Jahres die Karlsruher Bundesanwaltschaft in dem Fall - wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit. Die Hacker hatten sich Zugriff auf 14 Bundestagsserver verschafft, darunter auch auf den Hauptserver mit sämtlichen Zugangsdaten zum deutschen Parlament. Welche Informationen genau sie aus dem Netz des Bundestages stahlen, ist noch immer unklar.