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Digitalisierung von Behördengängen Kein Upload auf dieser Seite

Kindergeld, Füh­rerschein, Aufenthalts­titel: In Deutschland lassen sich viele Behördengänge nach wie vor nicht online erledigen. Was geht digital – und was nur persönlich oder per Fax? Die Übersicht.
aus DER SPIEGEL 10/2022
Desktop eines PCs

Desktop eines PCs

Foto: A3528 Armin Weigel/ dpa

Die Digitalisierung der deutschen Behördenstuben kommt nur schleppend voran: Eigentlich sollen Bürgerinnen und Bürger laut Onlinezugangsgesetz bis Ende dieses Jahres knapp 600 Verwaltungsleistungen im Internet erledigen können – aber erst bei 15 Prozent davon ist das möglich. Das ergab eine Anfrage des Vergleichsportals Verivox beim Bundesinnenministerium und bei den 16 Bundesländern.

56 Prozent sind teils digitalisiert – darunter fallen aber schon schlichte Webseiten, die ausschließlich Informationen enthalten. Meist sei da aber kein Upload von Belegen für Anträge möglich, die für Bewilligung einer Leistung oft nötig seien.

Die Länder Bayern und Thü­ringen beharren darauf, dass Unterlagen weiterhin nicht nur digital übermittelt, sondern auch per Fax verschickt werden können, als Service für die Bürgerinnen und Bürger. Andere Bundesländer wollen die veraltete Technik abschaffen. Zu 103 Leistungen finden sich online gar keine Infor­mationen.

Digitalisiert werden sollen Anträge für Kindergeld, Füh­rerscheine oder Aufenthalts­titel. Im Bereich Gesundheit ist die Digitalisierung laut Ve­rivox noch am weitesten ge­diehen, das Themenfeld Ein- und Auswanderung hingegen werde am stärksten vernach­lässigt. Hier sei noch keine einzige Leistung vollständig online durchführbar.

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