Ankündigung von Mark Zuckerberg Facebook und Instagram sperren Trumps Accounts bis zum Ende seiner Amtszeit

Solange er US-Präsident ist, wird Donald Trump nicht mehr auf Facebook und Instagram posten können. Das hat Mark Zuckerberg angekündigt, der häufig für zu viel Nachsicht mit Trump kritisiert wurde.
Facebook-Auftritt von Donald Trump: Fast 35 Millionen Accounts haben den Account abonniert

Facebook-Auftritt von Donald Trump: Fast 35 Millionen Accounts haben den Account abonniert

Foto: facebook

Donald Trump bricht sein nach Twitter zweitwichtigster Social-Media-Kanal weg: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat am Donnerstag angekündigt, den privaten Facebook-Account des US-Präsidenten »auf unbestimmte Zeit, mindestens aber für die kommenden zwei Wochen« zu sperren – mindestens also so lange, bis Trumps Nachfolger Joe Biden im Amt ist.

Im selben Zeitraum wird Trump auch auf Instagram, das zu Facebook gehört, nicht mehr posten können, heißt es. Beide Dienste hatten am Mittwoch, im Zuge des von Trump verbal befeuerten Sturms auf das Kapitol in Washington D.C., zunächst 24-Stunden-Sperren angekündigt. Auf Facebook hat Trumps Kanal rund 35 Millionen Abonnenten, bei Instagram folgen den Präsidenten knapp 25 Millionen Nutzer.

Mark Zuckerberg war von Kritikern seiner Firma, aber auch Facebook-intern häufig zu viel Nachsicht mit Trump vorgeworfen worden . Dabei ging es beispielsweise um Falschbehauptungen und gewaltverherrlichende Postings, die der US-Präsident über seinen Account verbreitet hatte.

Ein anderer Kontext, meint Zuckerberg

Am Donnerstag schrieb der Facebook-Chef nun , die »schockierenden Ereignisse der letzten 24 Stunden« hätten klar gezeigt, »dass Präsident Donald Trump beabsichtigt, seine verbleibende Zeit im Amt zu nutzen, um den friedlichen und rechtmäßigen Übergang der Macht an seinen gewählten Nachfolger, Joe Biden, zu untergraben.« Trumps Entscheidung, die Aktionen seiner Anhänger am Kapitol zu dulden, anstatt sie zu verurteilen, habe die Menschen in den USA und auf der ganzen Welt zu Recht beunruhigt.

Nach der Bestätigung des Wahlergebnisses durch den Kongress müsse die Priorität für das ganze Land nun darin liegen, sicherzustellen, dass die verbleibenden 13 Tage und die Tage nach der Amtseinführung friedlich und in Übereinstimmung mit den etablierten demokratischen Normen verlaufen, schreibt Zuckerberg. Facebook hatte zuvor bereits angekündigt , Nutzerinhalte, die den Sturm auf das Kapitol zeigen, aktiv zu suchen und zu löschen.

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In den vergangenen Jahren habe man Trump Facebook nutzen lassen, »weil wir glauben, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf einen möglichst breiten Zugang zu politischer Rede hat, auch zu kontroverser Rede«, stellte Zuckerberg auch klar. »Der aktuelle Kontext aber ist nun grundlegend anders, da es um die Nutzung unserer Plattform geht, um zu einem gewaltsamen Aufstand gegen eine demokratisch gewählte Regierung aufzurufen.« Die Risiken, die entstehen, wenn man den Präsidenten in der jetzigen Phase weiter die eigene Plattform nutzen lasse, seien »einfach zu groß«.

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