E-Plus und Telefónica O2 Mobilfunkfrequenzen sollen neu verteilt werden

Durch die Fusion von Telefónica O2 mit E-Plus entsteht der größte Mobilfunkbetreiber Deutschlands. Nun will die Bundesnetzagentur Wettbewerber in den Markt locken, indem sie Mobilfunkfrequenzen neu verteilt.

Mobilfunkmast: Der neue Riesenkonzern soll Frequenzen freimachen
DPA

Mobilfunkmast: Der neue Riesenkonzern soll Frequenzen freimachen


Bonn - Nachdem die EU-Kommission den Zusammenschluss der Mobilfunkbetreiber E-Plus und Telefónica O2 genehmigt hat, will die Bundesnetzagentur die Verteilung der Frequenzbänder neu ordnen. Durch die Fusion der beiden Unternehmen entsteht der nach Kunden größte Mobilfunkanbieter in Deutschland. Die bisherigen Marktführer Telekom und Vodafone werden auf die Plätze zwei und drei verdrängt.

Eine Auflage der Kommission war allerdings, dass Telefónica bis zu 30 Prozent seiner Netzkapazitäten in Deutschland abtreten und ein Radiowellenspektrum sowie andere Vermögenswerte verkaufen muss. Auf diese Weise soll neuen Wettbewerbern ein Zugang zum deutschen Markt ermöglicht werden. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte dazu: "Verbraucher werden weiterhin in den Genuss der Vorteile eines wettbewerbsorientierten Markts kommen."

Kritiker fürchten jedoch, dass die Fusion den Wettbewerb der Mobilfunkanbieter in Deutschland schwächen könne, weil der Branche mit E-Plus künftig ein wichtiger Preistreiber fehle. Mit Billigangeboten wie Simyo hatte das Unternehmen die Konkurrenz unter Druck gesetzt und zu eigenen Discount-Angeboten bewogen.

Weitere Frequenzversteigerung geplant

Die fusionierten Unternehmen sollen nun ihre frei werdenden Spektren in den Bereichen 900 und 1800 Megahertz möglichst schnell zur Neuvergabe bereitstellen, fordert die Bundesnetzagentur in einer Mitteilung. Auf diese Weise soll ein "diskriminierungsfreier Zugang zu den wichtigen und hart umkämpften Mobilfunkfrequenzen" sichergestellt werden, erklärte Jochen Homann, der Präsident der Behörde, am Freitag.

Im 900-Megahertz-Band wird in Deutschland mit den Standards GSM und UMTS (2G und 3G) gefunkt, das 1800-Megahertz-Band wird zusätzlich auch für das schnelle Datennetz LTE (4G) verwendet.

Noch in diesem Jahr soll das Vergabeverfahren eröffnet werden. Funkfrequenzen wurden bei der Bundesnetzagentur bislang meist in Form einer Auktion vergeben. Auch Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz, die als digitale Dividende II bezeichnet werden, sollen dabei unter den Hammer kommen. Die Bundesnetzagentur wolle danach und mit Blick auf die Frequenzausstattungen aller Wettbewerber prüfen, ob es insbesondere für den Bereich der UMTS-Frequenzen noch Anpassungsbedarf gibt.

mak/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
clust0r 04.07.2014
1. Fehlerhafte Infos
UMTS wird in Deutschland bei 1,9 und 2,1 GHz übertragen. Bei dem Rest handelt es sich um normale Sprechfrequenzen. Evtl. sollten man vorher kurz in die Wiki schauen, bevor man einen technisch gehaltenen Artikel verfasst...
webstoney 04.07.2014
2.
Zitat von clust0rUMTS wird in Deutschland bei 1,9 und 2,1 GHz übertragen. Bei dem Rest handelt es sich um normale Sprechfrequenzen. Evtl. sollten man vorher kurz in die Wiki schauen, bevor man einen technisch gehaltenen Artikel verfasst...
Mit Wikipedia kann man doch heutzutage keinen Qualitätsjournalismus mehr machen.....
Alderamin 04.07.2014
3. Frequenzen
GSM/GPRS/EDGE nutzt bei uns 900 und 1800 MHz, UMTS/HSPA 2,1 GHz (im Uplink werden auch Frequenzen zwischen 1900 und 2000 MHz verwendet, man spricht trotzdem vom 2,1 GHz Band, wo die zugehörigen Downlink-Frequenzen liegen; 1,9 GHz Downlink wird in den USA verwendet) und LTE 700 MHz und 2,6 GHz.
bstadt.MrDoe 04.07.2014
4.
Zitat von clust0rUMTS wird in Deutschland bei 1,9 und 2,1 GHz übertragen. Bei dem Rest handelt es sich um normale Sprechfrequenzen. Evtl. sollten man vorher kurz in die Wiki schauen, bevor man einen technisch gehaltenen Artikel verfasst...
Vereinzelt wird UMTS bereits auf 900MHz betrieben! Eventuell sollte man nicht alles glauben was in Wikis steht denn manchmal sind die nicht auf dem neuesten Stand ;)
m01z 05.07.2014
5.
Ein Teil der Kapazitäten soll an Drillisch gehen, einen engen Geschäftspartner, wodurch die Frequenzen nur links raus und rechts wieder rein gehen. Aber Hauptsache man kann wenigstens den Anschein erwecken, etwas gegen diese Verschlechterung der für die Endkunden verfügbaren Optionen zu tun!
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