Vermögen mit Buch und Veranstaltungen Edward Snowden soll Millionen-Einnahmen abgeben

5,2 Millionen Dollar hat Whistleblower Edward Snowden durch den Verkauf seiner Memoiren sowie mit öffentlichen Auftritten eingenommen. Ein Gericht hat nun entschieden, dass Snowden das Geld an den US-Staat abgeben muss.
Snowdens Memoiren "Permanent Record"

Snowdens Memoiren "Permanent Record"

Foto: CJ GUNTHER/EPA-EFE/REX

Der Whistleblower Edward Snowden soll laut einer US-Gerichtsentscheidung rund 5,2 Millionen Dollar an Honoraren an den Staat abgeben. Dabei geht es um 4,2 Millionen Dollar für seine Memoiren "Permanent Record" sowie um gut eine Million Dollar aus 56 Auftritten.

Das Gericht stellte fest, dass Snowden gegen seine Verpflichtung verstoßen habe, die Veröffentlichungen mit Bezug zu seiner Geheimdiensttätigkeit zur Freigabe vorlegen zu lassen. Snowden habe dreimal Geheimhaltungsvereinbarungen mit den Geheimdiensten CIA und NSA unterschrieben, die das vorsahen.

Das US-Justizministerium teilte mit, dass sichergestellt werden müsse, dass Snowden aus dem "Vertrauensbruch keine monetären Vorteile" zöge. "Sicherheitsbehörden sollen unsere Nation schützen, nicht zur persönlichen Bereicherung beitragen", sagte Staatsanwalt G. Zachary Terwilliger.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspähaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Damit enthüllte er eine ausufernde Überwachung im Internet. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland.

Die US-Regierung hatte zur Veröffentlichung von Snowdens Memoiren "Permanent Record" im September 2019 per Klage Anspruch auf dessen Erlöse aus dem Buch erhoben.

bah/dpa/Reuters/AP
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