Enthüllungsplattform WikiLeaks klagt über Internetattacken

Die Internetplattform WikiLeaks ist eigenen Angaben zufolge bereits zum zweiten Mal Opfer einer Attacke auf ihre Website geworden. Am Dienstagmittag war die Seite kurzzeitig nicht erreichbar.

WikiLeaks: Angriffe aus dem Netz?
DPA

WikiLeaks: Angriffe aus dem Netz?


Hamburg - Wird WikiLeaks von Hackern attackiert? Die Hauptseite WikiLeaks.org war am Dienstagmittag zwar zu erreichen, die eigens eingerichtete Unterseite zu den Botschaftsdepeschen, die dort seit Sonntag sukzessive veröffentlicht werden, war dagegen zeitgleich kurzzeitig nicht verfügbar. Am Dienstagnachmittag waren beide Seiten immer wieder vorübergehend nicht erreichbar.

WikiLeaks hatte rund 250.000 vertrauliche oder geheime Berichte aus US-Botschaften veröffentlicht. Der SPIEGEL und andere internationale Medien analysieren die Depeschen. Weltweit sorgten die Enthüllungen für große Aufregung.

Bereits am Sonntagabend, als die ersten Dokumente veröffentlicht wurden, war die Seite vorübergehend nicht erreichbar gewesen. In beiden Fällen wurde über den WikiLeaks-Twitter-Account vermeldet, man sei derzeit Ziel einer sogenannten distribuierten Denial-of-Service-Attacke (DDoS).

Dabei werden viele Rechner gleichzeitig dazu eingesetzt, eine Website durch ständige Seitenaufrufe unerreichbar zu machen. Dazu wird in der Regel ein sogenanntes Botnetz eingesetzt, eine Armee von Computern, über die der Angreifer per Schadsoftware die Kontrolle übernommen hat.

Ein US-Hacker mit dem selbstgewählten Spitznamen "The Jester" (übersetzt etwa "der Hofnarr"), eigenen Angaben zufolge ein Ex-Soldat, hatte am Sonntag via Twitter behauptet, er sei der Urheber der Angriffe. WikiLeaks sei eine Gefahr für die USA und müsste deshalb bekämpft werden. Überprüfen lassen sich diese Behauptungen derzeit jedoch nicht.

cis

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Waiguoren 28.11.2010
1.
"Merkel ist methodisch, rational und pragmatisch." Angie kommt doch gar nicht so schlecht weg.
Liberalitärer, 28.11.2010
2. Einstein
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Nein, das sind Einschätzungen und Kritik im Falle D schadet nicht. Niemand hier wird wohl G.W. Bush (den ich für ehrenwert halte) mit Einstein verwechseln.
werner thurner, 28.11.2010
3.
Zitat von sysopWie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
Dann erfahren wir endlich mal die Wahrheit über die offizielle Denke in den USA. Die Wahrheit , oder annähernd die Wahrheit kann niemals irgendwas beschädigen. Das Verhätnis der USA zu den Verbündeten ist ja bereits durch die Bush Kriegspolitik und das Mitläufertum beschädigt, genauso wie die hierzu mißbrauchte NATO (Bündnsifall bis heute).
Smartpatrol 28.11.2010
4. Nicht schlecht
"Amerikas Botschafter können gnadenlos in der Beurteilung der Länder sein, in denen sie akkreditiert sind." Was man ihnen kaum vorhalten kann. Die Bewertung Westerwelles ist beispielsweise nichts als eine realistische, nüchterne Einschätzung. Keine der genannten Veröffentlichungen macht mir die USA unsympathischer, ganz im Gegenteil.
ramuz 28.11.2010
5. Nein.
Geht man von dem momentanen Level an Vertrauen, Ansehen, Kooperationswillen aus, das/den Akteure anderer Staaten den US entgegenbringen, kann es nicht beschädigt werden aus Sicht der anderen. Wenn die Akteure der US halbwegs intelligent sind, so wissen sie das auch. Theaterdonner halt...
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