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11. Januar 2017, 11:48 Uhr

Privatsphäre im Netz

Was Brüssel mit Ihren Cookies vorhat

Dürfen Webseitenbetreiber mein Verhalten im Internet tracken? Und welche Datenschutzregeln gelten eigentlich für Skype oder WhatsApp? Die EU-Kommission will solche Fragen in einer neuen Verordnung regeln.

Ein einfacherer Umgang mit Cookies im Browser, weniger Spam und neue Regeln für Dienste wie WhatsApp, Facebook oder Skype: Das verspricht ein neuer Vorschlag der EU-Kommission. Die Behörde hat ihn am Dienstag in Brüssel vorgestellt.

Das Paket sieht eine ganze Reihe von Neuregelungen vor, durch die persönliche Daten von Internetnutzern nach Darstellung der Kommission besser geschützt werden sollen. Hier die Pläne in Kurzform:

EU-Parlamentarier Jan-Philipp Albrecht von den Grünen lobte den Vorschlag als "längst überfälligen Schritt ins digitale Zeitalter". Er sagt aber auch: "Der Vorschlag erfüllt die Anforderungen für ein hohes Maß an Privatsphäre und sichere Kommunikation allerdings nicht."

Der Branchenverband Bitkom begrüßte den Vorschlag ebenfalls prinzipiell, beklagt aber in einer Pressemitteilung, dass er für Unternehmen eine "Datenverarbeitung in vielen Fällen komplizierter oder nahezu unmöglich macht".

Die EU hatte bereits vergangenes Jahr die sogenannte Datenschutzgrundverordnung verabschiedet, die im Mai 2018 in Kraft treten wird. Die nun vorgestellten Maßnahmen sollen diese Grundverordnung ergänzen. Die EU-Behörde braucht dafür aber noch die Zustimmung des Parlaments und der Mitgliedstaaten.

gru/AFP

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