Mobilfunk im Ausland Roaminggebühren fallen für weitere zehn Jahre weg

Telefonieren oder Internetsurfen konnte früher auf Reisen eine echte Kostenfalle sein. Das hatte die EU vor knapp fünf Jahren verboten. Die Regelung wird nun verlängert – und verbessert.
SMS am Strand (Archivfoto): Der Datenverkehr im Urlaub soll weiterhin so viel kosten wie zu Hause

SMS am Strand (Archivfoto): Der Datenverkehr im Urlaub soll weiterhin so viel kosten wie zu Hause

Foto: Daniel Naupold/ dpa

Verbraucher in der EU werden weitere zehn Jahre vom Wegfall der Roaminggebühren profitieren. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich darauf, die populären Regeln über Ende Juni 2022 hinaus zu verlängern, wie beide Seiten mitteilten.

Somit können Verbraucher mit ihrem Handy auf Reisen weiter zu den gleichen Kosten telefonieren, im Internet surfen oder Kurznachrichten schreiben wie zu Hause. Die Roaminggebühren entfallen seit dem 15. Juni 2017 in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen.

Gleicher Preis, gleiche Qualität

Umfragen zufolge ist die EU-Regelung bei den Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt. Eigentlich wäre sie Mitte kommenden Jahres ausgelaufen, die EU-Kommission schlug jedoch vor, sie zu verlängern.

Die Einigung vom frühen Donnerstagmorgen sieht zudem einige Änderungen der bestehenden Regeln vor. So soll Verbraucherinnen und Verbrauchern im Ausland wann immer möglich die gleiche Qualität der Dienste zur Verfügung stehen. »Absichtliches Herunterdrosseln gehört somit der Vergangenheit an«, sagte die österreichische EU-Abgeordnete und Chefverhandlerin des Parlaments, Angelika Winzig. Zudem sollen die Preise, die Netzbetreiber sich gegenseitig für das Roaming in Rechnung stellen, weiter deutlich gesenkt werden. Auch der Notruf soll kostenlos kontaktiert werden können.

All das muss noch vom Rat der EU-Staaten sowie dem Europaparlament bestätigt werden. Dieser Schritt gilt aber als Formalie.

mamk/dpa
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