Falschmeldungen auf Facebook Zuckerberg will gegen erfundene Nachrichten vorgehen 

Mark Zuckerberg räumt ein, dass Facebook ein Problem mit Falschmeldungen hat. Der Chef des sozialen Netzwerks präsentiert Ideen, mit denen er gegen die Fake News vorgehen will.

Mark Zuckerberg
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Mark Zuckerberg


Facebook-Chef Mark Zuckerberg will stärker gegen Falschmeldungen vorgehen. Er stellte sieben Strategien vor, die das soziale Netzwerk im Kampf gegen erfundene Nachrichten ausprobieren möchte. Das teilte Zuckerberg in einem Statement auf seinem Account mit.

Facebook war im Zuge der US-Präsidentschaftswahl in die Kritik geraten, da über das soziale Netzwerk Lügen und Halbwahrheiten millionenfach multipliziert wurden. Dem sozialen Netzwerk war vorgeworfen worden, es habe damit zum Sieg Donald Trumps beigetragen.

Zuckerberg versuchte sich nach dem Trump-Erfolg zunächst aus der Affäre zu ziehen, indem er die Macht seines Netzwerks kleinredete. Zudem gab er an, dass 99 Prozent der Meldungen, die via Facebook verbreitet würden, den Tatsachen entsprächen. Doch selbst in seinem Konzern regte sich Unmut.

Jetzt geht Zuckerberg mit sieben möglichen Strategien gegen die erfundenen Nachrichten in die Offensive. Demnach möchte er...

  • ...die Technik aufrüsten, um Fehlinformationen besser zu erkennen;
  • das Melden von Fake-News vereinfachen;
  • von den Fähigkeiten Dritter lernen, Falschmeldungen zu überprüfen;
  • Nachrichten mit Warnungen markieren, die von Experten bereits als falsch eingestuft wurden;
  • die Qualität von Nachrichten, die im Newsfeed von Facebook erscheinen, anheben;
  • die automatische Verbreitung von Falschmeldung durch kommerzielle Anbieter erschweren;
  • und mit Journalisten im Gespräch bleiben, um von ihrer Expertise zu lernen.

Zuckerberg räumte ein, dass nicht jede dieser Ideen gut funktionieren werde. Doch er wolle klarstellen, dass sein Unternehmen das Problem von Falschmeldungen ernst nehme und in den Griff kriegen wolle.

sun/Reuters



insgesamt 50 Beiträge
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Bürger Icks 19.11.2016
1. Lieber Marc...
...mach doch einfach zu den Laden, Geld genug hast du ja jetzt, jetzt könntest du etwas für die Menschheit tun!
newline 19.11.2016
2. Dies wird bestimmt
genauso gut funktionieren wie das melden/entfernen von Hass- und Gewaltaufforderungen, Hetze usw.
j.vantast 19.11.2016
3. Nicht das einzige Problem
Wie wäre es wenn FB erst einmal massiver gegen die Hassrede vorgehen würde? Mittlerweile ist FB zu einer Brutstätte von Rechtsradikalen geworden, aber das juckt Zuckerberg offenbar nicht. Im Übrigen besteht das halbe Internet aus Falschmeldungen, bedingt durch die Tatsache dass da eben jeder seinen Müll reinschreiben kann und die meisten Leute ohne nachzudenken jeden Schrott glauben.
alsterdorfkater 19.11.2016
4. Auf Deutsch:
Gesabbel. Mehr nicht. Facebook ist durch, im gesamten Netzwerk ist die Dynamik raus. Menschen 40+ beweihräuchern sich mit den immer gleichen Sinnsprüchen, warum sie gute Eltern wären, wieviele weiße Transporter wieder Kinder angeschnackt haben sollen, und alle 2 Tage warum Dänemark angeblich das glücklichste Land der Welt ist. Dann noch der ungehemmte Hass einiger Menschen. Innovative Ideen fehlen, selbst die Werbung auf Facebook wird immer vorhersehbarer. Immer nur Slideshows und Videos. Facebook ist laaangweilig.
Delos99 19.11.2016
5. Und deswegen...
Und deswegen wird Mark zukünftig jeden einzelnen Facebook-Post persönlich lesen, beurteilen und im Zweifel sperren! Versprochen! Er fängt gleich heute damit an.
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