Gruppen auf Facebook "Privat und verborgen" ist das neue "geheim"

Vom Flippern bis zum Gärtnern: Zu fast jedem Hobby und Thema gibt es auf Facebook die passende Gruppe. Jetzt überarbeitet Facebook das System für die Privatsphäre-Einstellungen.
Aus der englischen Ankündigung: Erklärgrafik zu den neuen Facebook-Einstellungen

Aus der englischen Ankündigung: Erklärgrafik zu den neuen Facebook-Einstellungen

Foto: Facebook

Viele Menschen nutzen Facebook, um in Gruppen mit anderen Nutzern zu diskutieren: etwa über ihre Hobbys, über Nachbarschaftshilfe oder auch über Politik. Dabei gibt es öffentliche Gruppen, in denen jeder unkompliziert mitlesen kann, aber auch geschlossene Gruppen, bei denen man die Beiträge erst dann lesen und kommentieren kann, wenn man in die Gruppe aufgenommen wurde. Und dann gibt es noch sogenannte "geheime" Gruppen, die über die Suche nur für Gruppenmitglieder zu finden sind.

Dieses über Jahre genutzte System aktualisiert Facebook nun ein wenig, in erster Linie mit Blick auf die Bezeichnungen der Privatsphäre-Einstellungen. Demnach gibt es künftig grundsätzlich nur noch "private" und "öffentliche" Gruppen, es lässt sich aber zusätzlich noch einstellen, ob eine Gruppe "in der Suche verborgen" oder "in der Suche sichtbar" ist. So soll es Administratoren leichter fallen, die richtige Einstellung für ihr Diskussionsangebot auszuwählen.

Alle bisher bestehenden Gruppen werden an die neuen Einstellungen angepasst, heißt es. Auf einer Hilfeseite gibt Facebook bekannt :

  • "Geheime" Gruppen sind künftig "privat" und in der Suche "verborgen"
  • Geschlossene Gruppen sind "privat" und in der Suche "sichtbar"
  • und öffentliche Gruppen sind "öffentlich" und in der Suche "sichtbar"

Laut Facebook ein Nutzerwunsch

Bei Gruppen, die auf "privat" gestellt sind, können nur Gruppenmitglieder sehen, wer alles in der Gruppe ist und wer Administrator oder Moderator ist. Auch die Beiträge bleiben Nicht-Mitgliedern verborgen. Bei "öffentlichen" Gruppen dagegen können Nicht-Mitglieder sowohl sehen, aus welchen Mitgliedern die Gruppe besteht, als auch alle Beiträge lesen.

Jordan Davis, der sich bei Facebook um das Thema Gruppen kümmert, schreibt in einem Blogpost , der Konzern habe gehört, dass die meisten Menschen am liebsten die Begriffe "öffentlich" und "privat" verwenden wollen, um die Datenschutzeinstellungen von Gruppen zu beschreiben, denen sie angehören. Gruppen-Mitglieder würden jeweils ein Update bekommen, wenn ein Administrator die Privatsphäre-Einstellungen verändert, betont Davis.

In einem zweiten Blogpost  hebt Facebook auch noch einmal hervor, dass die Community-Standards des Netzwerks auch in privaten Gruppen gelten. Dort heißt es: "Aber in einer privaten Gruppe zu sein, bedeutet nicht, dass deine Handlungen ungeprüft bleiben sollten."

mbö
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