Imagewandel Facebook bekommt ein neues Logo

Facebook will deutlich machen, dass der Konzern mehr zu bieten hat als nur sein soziales Netzwerk. Dafür wird jetzt das Firmenlogo angepasst. Nachgedacht wurde auch über eine radikalere Veränderung.

Facebooks neues Firmenlogo: Der Name des Konzerns bleibt gleich
Andre M. Chang/DPA

Facebooks neues Firmenlogo: Der Name des Konzerns bleibt gleich


Facebook hat laut seinem Marketingchef eine Namensänderung erwogen, damit der Konzern mit seinen diversen Diensten nicht nur als Betreiber des sozialen Netzwerks Facebook wahrgenommen wird. Am Ende habe man sich jedoch dagegen entschieden, sagte Antonio Lucio dem Finanznachrichtendienst Bloomberg. Die Firma habe nicht den Eindruck erwecken wollen, dass sie vor Problemen, die mit dem Namen Facebook zu tun haben, weglaufe. "Das wäre vom Rest der Welt als unaufrichtig wahrgenommen worden", sagte Lucio.

Am Montag stellte Facebook aber ein neues Logo für den Konzern vor. Es unterscheidet sich vom Logo des sozialen Netzwerks Facebook und soll künftig häufiger neben anderen Marken des Konzerns, wie Instagram und WhatsApp, stehen.

Laut Umfragen wüssten viele Nutzer nicht, dass die Fotoplattform Instagram und der Chatdienst WhatsApp zum Konzern gehören, sagte Antonio Lucio. Wenn sich das ändern würde, würde dies auch das Ansehen von Facebook verbessern. Zugleich räumte der Marketingchef ein, dass eine Marke wie WhatsApp durch die klarere Offenlegung ihrer Verbindung zu Facebook zumindest kurzfristig Schaden nehmen könne. Facebook nehme das aber in Kauf, weil man auf einen langfristigen positiven Effekt hoffe.

Das Unternehmen hatte bereits im Sommer damit begonnen, den Namen des Konzerns in seinen anderen Apps zu erwähnen. Allzu auffällig betont wird die Verbindung aber nicht. Mit dem neuen Logo soll sie für die Nutzer nun ein Stück weit sichtbarer werden.

Zum Facebook-Konzern gehören neben Instagram und WhatsApp auch der Virtual-Reality-Brillenhersteller Oculus und die Bürokommunikations-Plattform Workplace. Über seine Tochtergesellschaft Calibra will Facebook im Bereich Digitalwährungen mitmischen, unter der Marke Portal entwickelt der Konzern smarte Displays.

mbö/dpa



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noalk 05.11.2019
1. Das Selbstbil dieser Datenkrake
"Das wäre vom Rest der Welt als unaufrichtig wahrgenommen worden". - - - Ich halte mal fest: Es gibt Facebook, und es gibt den "Rest der Welt".. Ist das Überhebllichkeit, oder versteht sich Facebook als Resterampe? (Oder wurde das einfach nur schlecht übersetzt?)
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