Abzocke bei Onlinebestellungen Ministerien wollen gegen Fake-Shops vorgehen

Manche Onlineshops wirken professionell, doch die angebotenen Waren erreichen die Kunden nie: Die Verbraucherschutzminister wollen solche Websites künftig mit einer Identitätsprüfung eindämmen.

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Die Verbraucherschutzminister der Länder wollen verstärkt gegen Fake-Shops im Internet vorgehen. Die Ministerien fordern, die Anmeldung von Domains, die auf ".de" enden, künftig nur noch mit einer Identitätsprüfung zuzulassen, wie der "NDR" und die "Süddeutsche Zeitung" berichten.

"Fake-Shops sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopien real existierender Websites, sie wirken auf den ersten Blick seriös und lassen daher beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen", warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg vor den gefälschten Shops. "Mit gut kopierten Produktbildern und Informationen aus dem Internet sowie einem professionellen Erscheinungsbild gewinnen Fake-Shops das Vertrauen der Onlinekäufer und verleiten sie dadurch zum Kauf."

Der Verbraucherschutz-Plattform "Marktwächter Digitale Welt" zufolge sind bereits 4,4 Millionen Deutsche Opfer von gefälschten Onlineshops geworden. Mehr als eine Million solcher Fake-Shops soll es geben.

Die Identität wird nicht geprüft

Oft werden die entsprechenden Websites von Betrügern unter falschen Namen und Anschriften angemeldet. Regelmäßig nutzen die Kriminellen für ihre Fake-Shops Domainnamen mit .de-Endung, weil diese von vielen Anwendern als seriös wahrgenommen werden.

Zum Teil reservieren sich Betreiber von Fake-Shops auch Domains anderer bekannter Plattformen oder Marken, die abgelaufen sind - wie im Fall des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC). "So musste auch der ADFC feststellen, dass unter seiner früheren bereits gekündigten Domain plötzlich Waren der Marken Adidas und Oakwood angeboten wurden und die neuen Domaininhaber nicht greifbar waren", berichtete "Marktwächter Digitale Welt" im vergangenen Jahr.

Die Registrierung einer Website mit einer .de-Adresse ist bisher ohne Identitätsnachweis möglich. "Deshalb ist das Thema der Identifizierung bei der Anmeldung einer der wichtigen Punkte", sagte Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU), dessen Ministerium die Vorschläge entwickelt hat.

Höhere Hürden für die Eröffnung eines Onlineshops und ein schnelles Reagieren bei Auffälligkeiten könnten große materielle Schäden auf Verbraucherseite verhindern. "Wenn Verbraucherschutz und Strafverfolgungsseite eng zusammenarbeiten, können wir vielen Fake-Shops den Garaus machen", so Hauk.

sop/dpa



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
malcom1 24.05.2019
1. Fake Shop
Ist es nicht möglich einen Fake Shop nur mit Steuer Id. eröffnen zu können? Dann wäre eine Adresse und Namen bekannt. Außerdem hätte man eventl. Zugriff auf Umsatzsteuer. Dann wäre auch eine ....de. Kennung vertrauenswürdig.
syracusa 24.05.2019
2.
Zitat von malcom1Ist es nicht möglich einen Fake Shop nur mit Steuer Id. eröffnen zu können? Dann wäre eine Adresse und Namen bekannt. Außerdem hätte man eventl. Zugriff auf Umsatzsteuer. Dann wäre auch eine ....de. Kennung vertrauenswürdig.
Und wer garantiert Ihnen, dass die auf meiner Betrügerwebseite genannte SteuerID meine eigene ist? Die SteuerIDs müssen auf Rechnungen genannt werden. Man kann deshalb die SteuerID jedes beliebigen seriösen Unternehmens erfahren und könnte damit einen FakeShop eröffnen.
herrschläfer 24.05.2019
3. zeitnah
Ach doch schon!? Der Betrug, die Masche läuft schon seit Jahren. Behörden schlafen scheinbar. Die Betrüger freut's.
MikelFriess 24.05.2019
4. Identitätsprüfung im Neuland?
Soll ich dann jedesmal ein Postidentverfahren durchlaufen wenn ich mir eine URL registriere?
Rossi-LSD 24.05.2019
5. Unfähigen gierigen Usern Internetzugang entziehen
Die Masche funktioniert nur bei Vorkasse und in Verbindung von Gier, den absolut günstigsten Preis zu bekommen. Müssen wir diese Menschen nicht eher vor sich selbst schützen?
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