Falscher Link Google entschuldigt sich bei Staatsanwaltschaft

Kleine, peinliche Maps-Panne: Wer in Googles Online-Kartendienst nach der Hamburger Staatsanwaltschaft suchte, der wurde zwar fündig, fand dort aber auch einen Link zu einer Seite, die rein gar nichts mit den Strafverfolgern zu tun hat, sondern sie heftig kritisierte.


Hamburg - Google hat sich bei der Staatsanwaltschaft Hamburg dafür entschuldigt, dass der Adresseintrag der Behörde beim Internetdienst Google Maps über Wochen einen Link auf eine Schmähseite trug. Hintergrund sei wahrscheinlich ein Fehler bei der automatisierten Suche nach einer Internetadresse der Staatsanwaltschaft gewesen, sagte Google Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel NDR Info.

Am Montagmorgen allerdings war der fehlerhafte Link immer noch online: Wenn man in Google Maps nach "Staatsanwaltschaft Hamburg" sucht und dann auf den Link mit weiterführenden Informationen zur korrekt auf der Karte angezeigten Behörde klickt, erscheint dort auch ein Link zu einer - mittlerweile offenbar offline genommenen - Seite namens vor-verurteilung.de.

Zunächst schien es, dass der Betreiber von www.vor-verurteilung.de, ein Hamburger Privatmann, den Link zum Adresseintrag der Staatsanwaltschaft selbst hinzugefügt haben könnte. Die private Internetseite befasst sich mit dem Fall eines aus dem Dienst entlassenen Polizisten und prangert das Verhalten der Staatsanwaltschaft an. Erst als sich die Behörde an Google wandte, wurde der Fehler entdeckt.

cis/dapd

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Seite 1
weisser, 29.08.2011
1. Domain gesperrt
Zitat von sysopKleine, peinliche Maps-Panne: Wer in Googles Online-Kartendienst nach der Hamburger Staatsanwaltschaft suchte, der wurde zwar fündig, fand dort aber auch einen Link zu einer Seite, die rein gar nichts mit den Strafverfolgern zu tun hat, sondern sie heftig kritisierte. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,783027,00.html
Die Domain bzw. die Webseite wurde nicht offline genommen,sondern offensichtlich gesperrt, wie man der Seite entnehmen kann. Von wem?
DenkenLohntSich, 29.08.2011
2. .
Wer sie sperrte, kann ich auch nicht beantworten. Sollte jemand allerdings am (ehemaligen) Inhalt der Seite interessiert sein: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:AeCMw_rqA-sJ:www.vor-verurteilung.de/+http://www.vor-verurteilung.de/&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de Google cache hilft. Viele Grüße!
albgardis 29.08.2011
3. Geht nicht mehr
Zitat von DenkenLohntSichWer sie sperrte, kann ich auch nicht beantworten. Sollte jemand allerdings am (ehemaligen) Inhalt der Seite interessiert sein: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:AeCMw_rqA-sJ:www.vor-verurteilung.de/+http://www.vor-verurteilung.de/&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de Google cache hilft. Viele Grüße!
Nee, der Link funzt auch schon nicht mehr. Das ist sehr ungewoehnlich, denn ein cache bleibt normalerweise fuer circa 2 Wochen noch sichtbar. Da hat jemand dran gedreht, das soll niemand mehr lesen koennen. Wenn man aber den Namen der Webseite googelt (vor-verurteilung.de), dann bekommt man die Einleitung mit dem Namen Kamiar M. angezeigt. Und wenn man diesen Namen (Kamiar M) googelt, dann kommt man zu einem BILD Bericht, der die Lage etwas erklaert. http://www.bild.de/regional/hamburg/polizei/jetzt-klagt-er-die-polizei-an-8514682.bild.html Nun bin ich die Allerletzte, die der BILD irgendetwas glaubt. Aber interessant ist doch, dass hier ganz offenbar mit allen Mitteln verhindert werden soll, diese Geschichte bekannt zu machen. Das spraeche dann doch eher dafuer, dass etwas dran ist an der Sache. Waere Kamiar M. bloss ein verwirrter Spinner, wuerde sich naemlich niemand solche Muehe geben, die Seiten abzuschalten und den cache unsichtbar zu machen! Oder???
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