Drohende Datenschutz-Klage Google macht Millionen-Offerte

In den USA droht Google eine Klage, weil der Konzern die Datenschutz-einstellungen von Usern umging. Um ein Verfahren abzuwenden, soll das Unternehmen nun eine Zahlung von 22,5 Millionen Dollar angeboten haben.
Ausgetrickst: Mit Google+ den Datenschutz des Apple-Browsers Safari umgangen

Ausgetrickst: Mit Google+ den Datenschutz des Apple-Browsers Safari umgangen

Foto: dapd

San Francisco - Google hat offenbar eingewilligt, 22,5 Millionen Dollar (18,3 Millionen Euro) zu zahlen, um sich einer Datenschutzklage in den USA zu entledigen. Der Internetriese habe einem Vergleich zugestimmt, berichteten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen.

Der Suchmaschinenbetreiber soll eine Lücke im Browser "Safari" des Konkurrenten Apple ausgenutzt haben, um Nutzern bestimmte Werbeformate zu präsentieren. Mit einem Trick speicherte Google über seinen Dienst Google+ einen Tracking-Code ("Cookie") auf den Geräten von Internetnutzern - selbst wenn diese Cookies bewusst ausgeschaltet hatten.

Nachdem im Februar eine Untersuchung publik wurde, in der der Informatiker Jonathan Mayer die Praxis detailliert beschreibt, hatte Google die Technik abgeschaltet. Dennoch hatte in den USA laut Angaben des "Wall Street Journal" die US-Handelsbehörde FTC den Fall untersucht. Auch die Staatsanwälte mehrerer Bundesstaaten hätten Ermittlungen aufgenommen.

Die nun getroffene Einigung benötigt nach Angaben von Insidern noch die Zustimmung der FTC. Sollte diese den Vergleich anerkennen, wäre es die höchste jemals von der Behörde verhängte Strafe.

usp/dapd/Reuters
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