Polizei vor Botschaft Assange-Überwachung kostet Briten 11.000 Euro am Tag

Viele Überstunden, teurer Einsatz: Britische Polizisten beobachten seit einem Jahr kontinuierlich Ecuadors Botschaft in London. Diese Kontrolle hat bislang mehr als 4,3 Millionen Euro gekostet.
Britische Polizisten: Zwei Beamte stehen vor der Botschaft Ecuadors in London

Britische Polizisten: Zwei Beamte stehen vor der Botschaft Ecuadors in London

Foto: Facundo Arrizabalaga/ dpa

London - Vor der Botschaft Ecuadors in der britischen Hauptstadt sind rund um die Uhr Polizisten postiert. Sie sollen aufpassen, dass der WikiLeaks-Mitgründer Julian Assange die Botschaft nicht unbemerkt verlässt. Die 24-Stunden-Kontrolle kostet umgerechnet 11.000 Euro am Tag, wie aus einer nun veröffentlichten Antwort  der Polizei hervorgeht.

3,8 Millionen britische Pfund (umgerechnet 4,39 Millionen Euro) hat die Polizeipräsenz zwischen Juni 2012 und Mai 2013 gekostet, steht in der schriftlichen Reaktion auf die Fragen eines Abgeordneten der Green Party, der die Überwachung im "Guardian " als "lächerlich" bezeichnet.

Der Australier Assange lebt seit rund einem Jahr in Ecuadors Londoner Botschaft, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Dort soll er vernommen werden, ihm werden Sexualdelikte vorgeworfen. Assange hat sich den schwedischen Behörden mit der Begründung entzogen, er fürchte eine Auslieferung in die USA, wo ihm eine Anklage wegen der WikiLeaks-Enthüllungen droht.

lis
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