Neuseeland Kim Dotcom gründet seine Internet-Partei

Viel hat er drüber geredet - jetzt ist sie da, die Internet-Partei von Kim Dotcom. Laut ihrem Gründer wendet sie sich vor allem an Nicht-Wähler und Politikverdrossene.

Kim Dotcom (2013): Er selbst kann als Ausländer nicht kandidieren
REUTERS

Kim Dotcom (2013): Er selbst kann als Ausländer nicht kandidieren


Wellington - Der umstrittene deutsche Internetunternehmer Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat in seiner Wahlheimat Neuseeland seine eigene Partei gegründet. Die "Internet"-Partei soll sich gegen die Überwachung von Bürgern und für schnelles Internet einsetzen. Der Gründer der inzwischen abgeschalteten Tauschplattform Megaupload erklärte am Donnerstag, die Partei werde für eine "freie und faire" Gesellschaft eintreten und eine "wichtige Rolle" bei der Wahl spielen. Die Partei gibt es offiziell seit Donnerstag, Dotcom will mit ihr zu den Parlamentswahlen im September antreten. Er selbst kann als Ausländer nicht kandidieren.

"Dies ist eine Bewegung für die Freiheit des Internets und der Technologie, für Privatsphäre und politische Reformen", sagte der 40-Jährige. Seine Partei richte sich insbesondere an jene, die bisher nicht gewählt hätten, die vom Wählen enttäuscht seien oder die zu wählenden Parteien nicht mögen. Ein Erfolg der Partei ist aber zweifelhaft, nachdem die Mana Partei, die als möglicher Verbündeter gehandelt worden war, diese Woche eine Reihe von Gründen genannt hatte, warum eine Kooperation unwahrscheinlich sei.

Zudem steht noch eine Justizentscheidung zur Auslieferung von Schmitz an die USA aus. Die USA werfen Schmitz vor, mit der Verbreitung von Raubkopien ein Millionenvermögen angehäuft zu haben. Er wurde nach einer spektakulären Razzia im Januar 2012 in seinem Anwesen bei Auckland festgenommen, ist aber auf Kaution wieder auf freiem Fuß. Bei einer Verurteilung wegen Unterschlagung und umfangreicher Urheberrechtsverletzungen drohen Schmitz in den USA bis zu 20 Jahre Haft. Er weist die Vorwürfe zurück.

juh/dpa/afp



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südtirol11 27.03.2014
1. Vielleicht sollte er doch nach Deutschland zurückkommen
hier kann er jetzt sicher leicht in die Bundeswehr eintreten. Dank der Reformen von 'Verteidigungsministerin' VDL weerden dort doch jetzt auch Moppelchen aufgenommen.
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