Vor dem Auslieferungsverfahren Kim Dotcom will Partei in den USA gründen

Gerade erst hat ein Gericht entschieden, dass der Unternehmer Kim Dotcom auf freiem Fuß bleibt - 2015 erwartet ihn ein von den USA angestrengtes Auslieferungsverfahren. Nun kündigt der Unternehmer an, auch in den USA eine Internetpartei zu gründen.

Kim Dotcom: Bleibt vorerst auf freiem Fuß
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Kim Dotcom: Bleibt vorerst auf freiem Fuß


Wellington - Kim Dotcom will mit seiner Internetpartei in USA. Dotcom hatte bereits in Neuseeland, wo er derzeit lebt, eine entsprechende Partei gestartet - trotz prominenten Wahlkampfhelfern wie Edward Snowden und Julian Assange allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Bei den jüngsten Parlamentswahlen scheiterte die Partei deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde.

Nun soll es einen amerikanischen Ableger geben: "Die Internetpartei kommt 2015 in die USA", twitterte Dotcom am Dienstag. Sie soll "finanziell gut aufgestellt" sein, fügte er hinzu. Sie würde von amerikanischen Bürgern finanziert und betrieben, er selbst "helfe bei der PR", schreibt er - mit Zwinker-Smiley. Dotcom selbst ist nach eigenem Bekunden das Geld ausgegangen.

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Geschichte einer Karriere: Aufstieg und Fall des Kim Dotcom
Der Deutsche, der auch die finnische Staatsbürgerschaft besitzt, wartet in Neuseeland auf ein von den USA angestrengtes Auslieferungsverfahren, das im Juni kommenden Jahres beginnen soll. Dotcom soll wegen massenhafter Urheberrechtsverletzung auf seiner Filesharing-Plattform Megaupload in den USA vor Gericht gestellt werden.

Megaupload wurde mittlerweile geschlossen, als eine Art Nachfolger gründete Dotcom den Onlinespeicherdienst Mega. Der gebürtige Kieler lebt seit 2010 in Neuseeland. Wegen einer potenziellen Fluchtgefahr sah es noch vor wenigen Tagen so aus, als müsse Kim Dotcom womöglich ins Gefängnis. Das sah das Gericht anders: Am Montag verfügte ein Richter allerdings, dass Dotcom bis zum Beginn des Verfahrens auf freiem Fuße bleiben kann und nicht in Untersuchungshaft muss.

juh/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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Frank Zi. 02.12.2014
1.
Kim D. hat es einfach drauf. Auch wenn da nichts bei rumkommen sollte, Respekt vor so viel Unternehmungslust.
franz_hiller 02.12.2014
2.
sehr schön Kim, der Stachel im Po der Amis ....
WwdW 02.12.2014
3. Den Bogen überspannt.
Es gibt Leute die wissen nicht wann sie aufhören sollten. Kim.com ist so Einer.
hschmitter 02.12.2014
4.
Sich wird das ein spektakulärer Erfolg - ich hoffe, der SPON berichtet exklusiv über jedes neu beigetretene Mitglied.
Greggi 02.12.2014
5. Lasst ihn mal machen ...
der sorgt wenigstens für Unterhaltung in diesen tristen Tagen. Und an Heiligabend kandidiert er für das Präsidentenamt der USA. Als Santa Claus würde er aber besser herhalten ...
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