Mitarbeiterspenden Facebook-Lobby soll Politiker unterstützen

Facebook intensiviert seine politische Landschaftspflege: Mit dem "FB PAC" hat das soziale Netzwerk jetzt eine Lobbygruppe gegründet. Über die sollen Mitarbeiter Politiker unterstützen können, die sich in ihrem Sinne engagieren.
"FB PAC": Mit seinem neuen Aktionskomitee will das Netzwerk Politiker unterstützen

"FB PAC": Mit seinem neuen Aktionskomitee will das Netzwerk Politiker unterstützen

Foto: Stephan Jansen/ dpa

Hamburg - Noch führen die Adressen fbpac.us und fbpac.org ins Leere, doch das dürfte sich bald ändern: Unter diesem Namen hat "FB PAC" hat das Unternehmen Facebook nämlich ein politisches Aktionskomitee gegründet. Das berichtet das US-Blog Hillicon Valley . Die beiden Domains hat sich das soziale Netzwerk am Samstag gesichert.

Hillicon Valley  zitiert einen Firmensprecher mit den Worten: "FB PAC bietet unseren Angestellten die Möglichkeit, im politischen Geschehen wahrgenommen zu werden, indem es Kandidaten unterstützt, deren Ziele mit unseren übereinstimmen." Als konkretes Ziel wird unter anderem das Fördern von Innovationen erwähnt.

Ein "Political Action Committee", kurz PAC, ermöglicht es amerikanischen Unternehmen, Spenden ihrer Mitarbeiter bestimmten Parteien oder Kandidaten zukommen zu lassen. Dabei existieren feste Regeln, etwa die, dass ein Komitee einen Kandidaten maximal mit 5000 Dollar pro Wahl unterstützen darf.

Das neue Aktionskomitee ist nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen Facebook Einfluss auf die Politik nehmen will. Nach Angaben des Lobbyregisters des Center for Responsive Politics  hat das soziale Netzwerk in diesem Jahr bereits 550.000 Dollar in Lobbyarbeit investiert . Im gesamten Jahr 2010 waren es nur 351.390 Dollar.

mbö
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