Musikrecht Keine Einigung zwischen Gema und Youtube

Der Rechteverwerter Gema und die Videoplattform Youtube finden nach SPIEGEL-Informationen im Streit um die Bezahlung von Musikvideos bisher keine Lösung. Ursprünglich hatten sich die beiden Parteien bis Ende Oktober einigen wollen.

Im Streit zwischen dem Musikrechteverwerter Gema und der zu Google gehörenden Internetplattform YouTube um die Bezahlung von Musikvideos gibt es nach SPIEGEL-Informationen weiter keine Einigung. Ursprünglich hatten beide Parteien sich zum Ziel gesetzt, bis Ende Oktober eine Lösung zu finden.

Die Gema zieht Geld für erlaubte Musiknutzung ein - etwa für das Spielen von Songs im Radio oder auf Live-Events. Nun fordert die Verwertungsgesellschaft eine "angemessene Vergütung" für Videos der von ihr vertretenen Künstler. Schon Ende März lief der Lizenzvertrag zwischen Google Deutschland und der Gema aus. Zeitweise waren einige Videos, etwa der Band Silbermond, nicht abrufbar.

Es habe "konstruktive und angenehme Gespräche" gegeben, heißt es aus den Verhandlungen, zuletzt fand sogar ein Spitzentreffen zwischen Google-Europachef Philipp Schindler und Gema-Chef Harald Heker statt. Es gebe aber noch einiges zu klären. Erst im September einigte sich Google mit dem britischen Gema-Pendant PRS.

cpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.