Online-Angebot "RuhrNachrichten.de" führt Bezahlschranke ein

70 Zeitungen in Deutschland haben für ihre Online-Angebote schon Bezahlmodelle eingeführt, jetzt ziehen auch die "RuhrNachrichten" nach. Ein bestimmte Zahl von Artikeln kann weiterhin kostenlos gelesen werden, danach werden Gebühren fällig - es gibt aber Ausnahmen.

Internetseite ruhrnachrichten.de: 15 Artikel im Monat kostenlos

Internetseite ruhrnachrichten.de: 15 Artikel im Monat kostenlos


Dortmund - Bis zu 15 Artikel, Fotostrecken oder Videos sind jeden Monat gratis - wer mehr will muss bezahlen: Nach diesem Prinzip soll das Online-Angebot der "RuhrNachrichten" künftig kostenpflichtig werden. Für die Internetseite der Dortmunder Zeitung greife ab sofort das sogenannte "Metered Model", teilte Chefredakteur Wolfram Kiwit in einer Mitteilung an die Leser mit. Das bedeutet: Hat man die genannte Zahl an Artikeln auf der Webseite gelesen, wird die Bezahlschranke aktiviert.

Bis Ende kommenden Jahres soll es für Abonnementen des Print-Produkts noch eine Schonfrist geben. Sie müssen erst ab 2015 weitere 2,90 Euro zusätzlich zum regulären Abopreis bezahlen, wenn sie mehr als 15 Texte, Fotostrecken oder Videos von RuhrNachrichten.de abrufen wollen. Kunden, die kein Abo der gedruckten Zeitung haben, müssen ab sofort 9,90 Euro zahlen, wenn sie unbegrenzten Zugang zu den Online-Inhalten haben möchten. Für die Nutzung der iOS- und Android-Apps des Angebots werden weitere Gebühren fällig.

Zeitgleich mit der Einführung des Bezahlmodells bei den "RuhrNachrichten" hatte das Dortmunder Medienhaus Lensing auch die Online-Auftritte seiner anderen Zeitungen überarbeitet und kostenpflichtig gemacht, teilte der Verlag weiter mit.

Inzwischen haben 70 Zeitungen in Deutschland Bezahlmodelle eingeführt. Außer dem "Metered"- gibt es das "Freemium"-Modell, bei dem manche Inhalte frei zugänglich und andere kostenpflichtig sind. Außerdem gibt es "harte Bezahlschranken", bei der für sämtliche Angebote bezahlt werden muss.

vks/dpa



insgesamt 20 Beiträge
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RedEric 12.12.2013
1. na und?
dann lese ich eben andere Nachrichtenseiten. und neun, es werden nie alle kostenpflichtig werden.
meinmein 12.12.2013
2. Umsonst war es nie
Bevor ich irgendwas bezahle, gucke ich eher wieder die Tagesschau. Die muss ich nämlich bezahlen, obwohl ich sie bisher nie gucke. Im übbrigen wird das Internet in Deutschland gerade überflüssig dank der gegenwärtigen Abmahnexsesse.
JGoki 12.12.2013
3. nicht nur dort
Hallo! Auch die Augsburger Allgemeine führt ab heute die Kostenpflicht (ab 10 Artikel) ein. Das finde ich umso unverschämter, als dieses "Käseblatt" sowieso eine Monopolstellung in der Region hat. Alle anderen Medien sind schon seit Jhren erfolreich weggebissen worden. Schöne Zeiten!
contre-la-montre 12.12.2013
4. Gemeinsames Portal
Es ist schlimm wenn hier die Kleinstaaterei wieder eingeführt wird und jedes Medienangebot extra bezahlt werden muss. Es gibt nun mal Regionen wo man selbst nicht wohnt und kein Abo hat, aber wo man ab und zu mal gerne einen interessanten Artikel liest. Könnten sich die Verlage nicht zusammen tun und ein Abo bei einem Verlag würde automatisch auch für die anderen Verlage gelten und für jeden Artikel bekommt eben die andere Zeitung seinen Anteil und man beschränkt das pro Zeitung auf eine bestimmte Zahl von Artikeln.
1_punch_mickey 12.12.2013
5. Funktioniert nicht
Ich kenne das von der Badischen Zeitung. Hier wird der Status in Cookies abgelegt. Löscht man diese oder benutzt den Inkognito-Modus, kann man wieder alles lesen. Natürlich könnte man EverCookies benutzen, die wären jedenfalls etwas schwieriger auszutricksen. Aber absolute Sicherheit gibt es ohne Anmeldung nicht. Eine Anmeldung dürfte aber erhebliche Teile der Leserschaft abschrecken.
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