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22. Juli 2013, 13:13 Uhr

Prism, XKeyscore und Co.

NSA-Überwachungsprogramme im Überblick

XKeyscore, Blarney, Prism: Hinter wolkigen Codenamen verbergen sich geheime Programme zur Ausspähung von Millionen unbescholtenen Bürgern. Immer klarer wird: Auch deutsche Geheimdienste sind in die Überwachung verstrickt. Die Enthüllungen im Kurzüberblick.

Während die deutsche Bundesregierung von der Massenüberwachung durch NSA und Helfer noch immer keine Kenntnis haben will, enthüllt der SPIEGEL nun: Es gibt eine streng geheime, enge Zusammenarbeit zwischen amerikanischen und deutschen Geheimdiensten - die sich mit dem Grundgesetz wohl nur schwer vereinbaren lässt. Die eifrigen Deutschen werden in internen NSA-Papieren dafür gelobt. Doch wer späht eigentlich mit welchem Programm welche Art von Daten aus? Hier ein kurzer Überblick:

Erst jetzt beginnen einige Unternehmen, zumindest die Geheimhaltung bei der Überwachung ihrer Kunden und Nutzer öffentlich in Frage zu stellen. Jahrelang wurde stillschweigend kooperiert. Während Apple, Microsoft und Yahoo mehr Transparenz von der US-Regierung fordern, ist es auf einem anderen wichtigen Sektor bisher ruhig geblieben: Die Infrastrukturanbieter, Betreiber von Netzknoten, Datenleitungen und Tiefseekabeln, spielen bei der Überwachung offenbar eine wichtige Rolle, schweigen aber bislang.

Diese Unternehmen, deren Namen Otto Normalnutzer kaum kennt, haben keine wütenden Endkunden zu fürchten - sie machen ihre Geschäfte mit großen Firmen.

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