Cyberattacke Russische Hacker sollen US-Wahlsystem in 21 Bundesstaaten angegriffen haben

Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen sollen 21 US-Bundesstaaten Ziel von Hackerangriffen gewesen sein. Diese Zahl nannte eine Vertreterin des Heimatschutzministeriums nun dem Kongress.

Jeanette Manfra
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Russische Hacker haben im Rahmen der US-Präsidentschaftswahl 2016 in 21 US-Bundesstaaten Angriffe auf das Wahlsystem unternommen. Das sagte Jeanette Manfra vom amerikanischen Heimatschutzministerium am Mittwoch vor dem US-Kongress.

Manfra betonte aber auch, dass es bislang keine Hinweise darauf gibt, dass die Attacken erfolgreich waren, dass es also tatsächlich eine Manipulation der Wahlergebnisse gegeben hat. Sie wollte dem Geheimdienstausschuss des Senats aber nicht verraten, um welche Staaten es geht.

Nach offiziellen Aussagen war bereits von rund 20 betroffenen Bundesstaaten ausgegangen worden, allerdings hatte es auch Spekulationen gegeben, wonach die Zahl der angegriffenen Staaten deutlich höher liege.

Bislang sind sich die US-Geheimdienste sicher, dass der Kreml eine Kampagne zur Einflussnahme gefahren hat, die insbesondere Hillary Clintons Aussichten schmälern und Zweifel am Wahlverfahren säen sollte. Auch jüngst veröffentlichte Dokumente der mutmaßlichen NSA-Leakerin Reality Leigh Winner sollen beschreiben, wie Hacker aus Russland versucht haben, vor der US-Präsidentschaftswahl Behörden und Hersteller von Wahlsoftware anzugreifen.

Russlands Präsident Wladimir Putin und andere offizielle Stellen hatten in der Vergangenheit Vorwürfe zurückgewiesen, das Land habe Einfluss auf die US-Wahl genommen. Das sei Blödsinn, sagte Putin etwa in einem Interview mit dem US-Sender NBC News.

gru/Reuters



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